Gemeinschaft im weitesten Sinne :-D

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Es ist schon ein wenig her, dass ich was von mir hören gelassen habe. Weiß nicht genau, warum. Es war halt die meiste Zeit nicht so viel los. Das Klimacamp läuft noch, ich nehme an, auch noch bis zur BTW. Danach… naja, was danach ist schreibe ich dann ganz bestimmt. Wait for it. Ich bin öfter da oben bei ihnen, aber nur tagsüber. Sind inzwischen fast 80 Tage. Ab und zu gibt es auch Veranstaltungen im Camp, zum Beispiel heute Antifa Infocafe. Gehe gleich hin. Sonst ist es neben dem Aktivismus einfach ein schöner Ort um tolle Leute zu treffen und ein bisschen zu reden. Klar kommen auch speziellere Menschen, ist ja grundsätzlich offen. Am Anfang war ich (und auch andere, glaub ich) ziemlich skeptisch, als immer wieder zB obdachlose Menschen gekommen sind und zB auch übernachtet haben. Ich hatte mir Sorgen gemacht, dass das Camp zu einer Art Treffpunkt würde, den wir alle nicht wollten und der wenig einladend wirkt. Aber ich glaube, wir haben da einen ziemlich guten Weg gefunden, für alle Beteiligten. Also dass das Camp grundsätzlich eine gewalt- und drogenfreie Zone ist, sodass auch jederzeit Kinder vorbei kommen können. (Klar, Kids sind auch manchmal da, genauso wie ältere Leute) Und was ich total schön finde ist, dass grade diese spezielleren Menschen aufblühen, entspannter werden und Verantwortung übernehmen. Gibt echt einige von ihnen, ich denke an zwei Konkrete, ohne die das Camp vielleicht schon geschlossen worden wäre. Damit hätte ich ehrlich nicht gerechnet. Naja, das Camp läuft also, die meiste Zeit auch gar nicht schlecht und ich glaube, wir sind im Großen und Ganzen n gutes Team.

In den Gottesdienst gehe ich seit Corona leider nur noch selten. Ich möchte schon gerne wieder öfter. Vermisse es. Ich weiß nicht, irgendwie bin ich während der letzten 1 1/2 Jahre ziemlich rausgekommen. Und dieses mal nicht, um mich zu sortieren, wie vor einigen Jahren. Sondern eigentlich einfach, weil ich zu bequem geworden bin. Habe mehrere Monate lang nur den Youtube-Stream der Gemeinde verfolgt und vielleicht dadurch irgendwie komplett den Anschluss an die FeG verloren. Sehr schade. Auch, weil ich vorher schon oft gedacht habe, ich gehört einfach nicht wirklich dazu, auch wenn die Leute super-lieb und die Lehre wirklich heilsam ist. Hab halt das Gefühl, während Corona hat man sich ja sowieso nur auf den innersten Kreis an Leuten beschränkt, mit denen man zu tun hat, Familie und engste Freunde, und dann sind leider Menschen, die weder Familie in der Gemeinde haben noch seit frühester Kindheit dazu gehören ganz schnell draußen. Ich mach ihnen keinen Vorwurf, bei Weitem nicht. Ich bin weder sauer noch verletzt. Es ist halt einfach passiert. Vielleicht findet man ja irgendwann einen Weg. Im Moment bin ich eher kirchlich. In den Gottesdiensten kenne ich zwar auch meistens kaum jemanden und ich gehe auch echt selten, vielleicht alle paar Monate mal. Wie gesagt, bin faul geworden, was das angeht. Aber da hab ich auch irgendwie gar nicht so den Anspruch daran, sonstwas für eine tolle Gemeinschaft zu haben. Wenn es dazu kommt, freu ich mich, sonst ist auch net schlimm. In ein paar Wochen wird wahrscheinlich der Freiraum auch wieder öffnen und dann gibt es da wieder Veranstaltungen und es gibt einen neuen Treffpunkt der Studierendengemeinde keine 200 Meter von hier. Da wird es sicher auch einiges geben, wo ich hin kann und Menschen treffe. Dann ist die wenige Gemeinschaft in Gottesdiensten net so schlimm.

Übrigens, letztes Wochenende war ich im Godi. Dazu möchte ich doch was schreiben 😀 Denn kurz davor hab ich in einem Podcast ein bisschen was über das Abendmahl gehört, und bei mir ist dann angekommen, dass es von Gott möglicherweise beabsichtigt sein könnte, dass es nicht unkompliziert ist. Ich meine nicht, dass Gott meine Trigger will. Nur, dass er uns nicht immer nur in Watte packt. („Vielen Dank, Käptain Obvious!“) Ich meine, die Gemeinde ist oft genug so zusammen gewürfelt und längst nicht jede mag jeden. Und dann mit der Person, die man eigentlich vielleicht nicht mag, aus demselben Becher zu trinken, bildlich gesprochen, das ist schon eine Herausforderung. Naja, irgendwie hat mir der Gedanke geholfen, dass ich vielleicht nicht die Einzige bin, die dem Ganzen zumindest etwas ambivalent gegenüber steht, wenn es vielleicht auch nicht bei allen so krass ist. Und dass es vielleicht gar nicht in erster Linie dafür gedacht war, sonstwas für – sorry – Orgasmen auszulösen. 😀 Hat mich entspannter sein lassen, als ich dann am Sonntag völlig überraschend genau das am Altar gesehen hab, was du grade denkst: Irgendwelche flachen Gegenstände, die mit weißen Tüchern abgedeckt waren. Ich dachte so, ist das das, was ich denke, was es ist? Und ja, es war genau das. Brot und Kelche. Ich hatte keinen Trigger, ich hab nur in mich rein gelacht. War ja jetzt überhaupt nicht vorhersagbar, dass genau dann, wenn ich ZUFÄLLIGERWEISE mal in den Gottesdienst komme ZUFÄLLIGERWEISE das erste mal seit Corona Abendmahl gemacht wurde *kappi*. Ich habe an das gedacht, was ich neulich in diesem Podcast gehört habe und dann war es völlig ok. War nur erst etwas unsicher, weil ich in dem Setting noch nicht war. Aber das ist ja nicht schlimm. Alles gut, hatte keine krassen Emotionen, aber es ging mir gut dabei. Nicht mal die Einsetzungsworte haben besonders getriggert und ich musste auch nicht das Würgen unterdrücken. Freu mir 😀 Später hab ich gesehen, dass eine Frau, die vor mir saß, beim Abendmahl gegangen ist. Ich weiß nicht warum, aber was auch immer es war, ich kann echt verstehen, dass es Zeiten gibt, wo man einfach nicht teilnehmen kann. Hoffe, es geht ihr gut.

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