Gott ist … arigoto?

iubkuEs gibt da so einen Begriff, den ich einfach nicht verstehe. Vielleicht liegt es daran, dass es kein… ich sag mal in Ermangelung eines besseren Begriffes innerweltliches Äquivalent dazu gibt. Denn wie will ein Fisch verstehen, wie es ist zu fliegen oder wie will ein Puma verstehen, wie sich Flossen anfühlen? Pumas können untereinander vielleicht Theorien dazu aufstellen, sich ein wenig annähern, aber das ist auch schon alles.

Und ich bin mal so ein Puma. Ich versuche mal, mich dem Begriff ein wenig anzunähern, werde aber noch nicht verraten, welcher es ist. (Falls du es noch nicht erraten hast.) Weil ich es erstmal so versuchen möchte, dass ich den Begriff durch ein anderes Wort, das nicht so bekannt ist, austausche und wenn du magst kannst du mir ja helfen, durch deine Assoziationen, die vielleicht kommen werden. Keine Ahnung, ob man das darf, aber du kennst mich ja, ich bitte lieber um Entschuldigung als um Erlaubnis. Also, die Frage ist, was bedeutet „arigoto“? (Und ich meine nicht die Übersetzung des Wortes.) (Die Stellen lasse ich einfach mal weg, ok? Sie sind aus der Menge Bibel.)

Sechs Tage lang soll gearbeitet werden; aber der siebte Tag soll euch arigoto sein als ein Feiertag mit völliger Ruhe zu Ehren des HERRN! Wer an diesem Tage eine Arbeit verrichtet, soll den Tod erleiden!

Denn ich bin der HERR, der euch aus Ägypten hergeführt hat, um euer Gott zu sein; darum sollt ihr arigoto sein, denn ich bin arigoto.

Sie rotteten sich also gegen Mose und Aaron zusammen und sagten zu ihnen: »Ihr beansprucht für euch zu viel; denn die ganze Gemeinde, alle ohne Ausnahme sind arigoto, weil der HERR in ihrer Mitte weilt: warum erhebt ihr euch da über die Gemeinde des HERRN?«

Niemand ist arigoto wie der HERR, denn keiner ist da außer dir und keiner ein Fels wie unser Gott

Hierauf sagte Nehemia (…) folgendes zu dem ganzen Volke: »Dieser Tag ist dem HERRN, eurem Gott, arigoto; seid nicht traurig und weint nicht!« Das ganze Volk hatte nämlich beim Anhören der Worte des Gesetzes zu weinen begonnen. Dann fuhr er fort: »Geht hin, esst fette Speisen und trinkt süße Getränke und lasst auch denen, für die nichts zubereitet ist, Anteile zukommen, denn der Tag ist unserm Herrn arigoto! Darum seid nicht niedergeschlagen, denn die Freude am HERRN ist eure Stärke.«

Erhebet den HERRN, unsern Gott, und werft euch nieder vor dem Schemel seiner Füße: arigoto ist er!

Dein Reich ist ein Reich für alle Ewigkeiten, und deine Herrschaft besteht durch alle Geschlechter. Getreu ist der HERR in seinen Worten und arigoto in all seinem Tun.

Wer dann in Zion noch übriggeblieben und in Jerusalem mit dem Leben davongekommen ist, wird arigoto genannt werden: ein jeder, der in Jerusalem zum Leben eingeschrieben ist.

aber der HERR der Heerscharen wird durch das Gericht erhaben dastehen und Gott, der Arigoto, sich durch Gerechtigkeit als arigoto erweisen.

„…die in den Gräbern sitzen und an geheimnisvollen Orten nächtigen; (…)  die da sagen: ›Bleibe mir vom Leibe, komm mir nicht nahe, denn ich bin für dich arigoto!‹ Solche Leute sind Rauch in meiner Nase, wie loderndes Feuer den ganzen Tag.“

Haltet auch meine Sabbate arigoto, damit sie ein Zeichen (des Bundes) zwischen mir und euch seien und damit man erkenne, daß ich der HERR, euer Gott, bin.

Was mir arigoto ist, missachtest du, und meine Sabbate entweihst du.

Seine Priester haben meinem Gesetz Gewalt angetan und das, was mir arigoto ist, entweiht; zwischen Arigoto und Unarigoto haben sie keinen Unterschied gemacht und das, was rein und unrein ist, nicht zu unterscheiden gelehrt; vor meinen Sabbaten aber haben sie ihre Augen geschlossen, so daß ich unter ihnen nicht mehr als arigoto gelte.

Wenn die Priester eintreten – sie dürfen aber nicht aus dem Arigototum (unmittelbar) in den äußeren Vorhof hinaustreten –, so sollen sie dort ihre Gewänder niederlegen, in denen sie den Dienst verrichtet haben; denn diese sind arigoto: sie sollen andere Kleider anziehen und dann erst sich nach dem für das Volk bestimmten Raume begeben.

Ihr Toren und Blinde! Was steht denn höher: das Gold oder der Tempel, der das Gold erst arigoto gemacht hat?

Demnach ist das Gesetz (an sich) arigoto und ebenso das Gebot arigoto, gerecht und gut.

jetzt aber hat er euch in seinem Fleischesleibe durch seinen Tod versöhnt, um euch als arigoto, untadelig und unanklagbar vor ihm darzustellen

Denn einen solchen Hohenpriester mussten wir auch haben, der da arigoto, schuldlos, unbefleckt ist, von den Sündern geschieden und über die Himmel hoch erhöht.

Wer sollte sich nicht (vor dir) fürchten, Herr, und deinen Namen nicht preisen? Denn du allein bist arigoto. Ja, alle Völker werden kommen und vor dir anbeten; denn deine Rechttaten sind offenbar geworden.

selig und arigoto ist, wer an der ersten Auferstehung Anteil hat! Über diese hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und die tausend Jahre hindurch zusammen mit ihm herrschen.

Wow, ok… also meine Assoziationen: (Kannst sie gerne ergänzen oder sonst deinen Senf dazu geben 🙂

  • In erster Linie – wer hätt’s gedacht? – scheint arigoto ganz eng mit Gott zusammen zu hängen, es wird immer wieder mit ihm in Beziehung gesetzt.
  • Aber es scheint nicht unbedingt einheitlich zu sein, an vielen Stellen scheint es etwas sehr Positives zu sein, denn es wird in einem Atemzug genannt mit Ruhe, Sicherheit, Freude, Treue, Gerechtigkeit, sogar mit Leben. Auf der anderen Seite aber auch ab und zu mit Unterwerfung und Gericht. Gelegentlich erscheint es mir sogar wie eine Kontamination. (Kleider wechseln etc.)
  • Es kann missbraucht werden, manche Menschen beanspruchen es für sich.
  • Trotzdem können Menschen arigoto sein – oder auch werden. Es gibt Andeutungen, dass es (potentiell?) alle sind oder sein könnten.
  • An manchen Stellen ergibt es scheinbar Sinn, wenn man das Wort durch „wichtig“ ersetzt.
  • Man kann es hier nicht erkennen, aber in den Evangelien und der Apostelgeschichte kommt das Wort kaum vor, dafür aber in den Briefen und der Offenbarung wieder. Jesus spricht einmal explizid darüber.

Jetzt bin ich gespannt auf deine Gedanken dazu 🙂 Halt dich nicht zurück, ich bin echt neugierig.

Ach, und bevor ich es vergesse wollte ich noch sagen: Arigoto ist ein japanisches Wort, ich hab es einfach nur eingesetzt weil es eher unbekannt ist und an sich deswegen „unverbrannt“.

9 Gedanken zu “Gott ist … arigoto?

  1. Karl Heinz schreibt:

    Hallo, liebe Bithya,
    ich verstehe einfach nicht, was Du an dem Begriff „Heilig“ nicht verstehen kannst.
    Ich denke, in unserer Deutschen Sprache kämen als Äquivalent am ehesten wohl die Begriffe „Bedeutungsvollst“ oder „Höchsterhaben“ in Frage.
    Wie oft hast Du wohl schon das ‚Vater unser‘ gebetet? Was soll denn die zweite Zeile wohl ausdrücken:
    „…geheiligt werde Dein Name…“?
    Wir beten zu Gott, unserem Vater -gemeint ist die Gesamtheit dessen, woher und woraus alles (jedes Geschöpf und somit auch jeder Mensch) kommt- und wir sehen IHN als das Bedeutungsvollste, als das über allem -also auch über unserem Leben- an oberster Stelle Stehende an, IHN, GOTT.

    Alle weiteren Gedanken zum Begriff „heilig“ aus der Bibel, die ja bekanntlich von Menschen verfasst wurde, sind auch tatsächlich nichts anderes, als Gedanken und Überlegungen von Menschen über Personen und Dinge, die als bedeutungsvoll und hervorgehoben gelten sollen, angefangen mit dem „siebten Tag“ der Schöpfung, also der Hervorhebung des Sabbats/Sonntags bis hin zur „Gemeinschaft der Heiligen“ im Glaubensbekenntnis.

    So, nun weißt Du, was mir zu Deinem Begriff „arigoto“ eingefallen ist.
    Ich möchte Dich dazu einladen, einmal meine Internetseite bei Funcity zu besuchen. Dort habe ich einige meiner Gedanken niedergelegt, die Du zum Teil auch schon aus früheren Beiträgen kennen dürftest. Einfach die Seite aufrufen unter http://home.funcity.de/kahate64. Bitte lass wieder von Dir hören bzw. lesen. Über einen Gästebucheintrag dort würde ich mich ganz besonders freuen.

    Bitte bleib gesund in dieser virenverseuchten Zeit!
    Viele herzliche Grüße von Karl Heinz (kahate64)

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  2. Kira Tamir schreibt:

    Die Vorstellung, dass Pumas zusammenhocken und Thesen aufstellen 🤣👍
    Gefällt mir. Cooler Ansatz.
    So als Puma: Dieses arigoto scheint etwas Besonderes zu sein, im Sinne von – einzigartig. Es scheint positiv zu sein und etwas, was Gott wohl am ehesten beschreibt. Es scheint im Grunde etwas Positives zu sein, aber in seiner Einzigartigkeit vielleicht etwas befremdlich wirken, uns was man nicht kennt, löst Ängste aus…im besten Falle Ehrfurcht.
    Es scheint, als hätten die Menschen das Wort arigoto erfunden, um auszudrücken, was Gott für sie ist – im Grunde etwas, was sie als lebenswichtig und gut empfinden, ihnen aber gleichzeitig eine gewisse Scheu einflößt, weil sie es nicht so richtig begreifen.

    Aber ich bin nur ein einfacher Puma und habe keinen Plan. 😉 Gehe jetzt ein paar Erdhörnchen fressen.
    Lg

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    • bithya85 schreibt:

      Woher weißt du, dass es Gott am ehesten beschreibt? Dass wir unsicher sind, weil wir es nicht begreifen glaub ich auch. Ich meine, vor Unbekannten fürchten wir uns meistens ja mehr oder weniger. Seltsam irgendwie, dass wir uns ausgerechnet vor Gott nicht fürchten müssen, immerhin sagt er immer wieder „fürchte dich nicht.“

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      • Karl Heinz schreibt:

        Hallo Bithya85,
        dass wir uns vor Gott nicht fürchten müssen, das finde ich keineswegs irgendwie seltsam. Und ich wollte, ich könnte diese Beruhigung unmittelbar direkt an jede und jeden weitergeben, die Befürchtungen und Ängste haben oder verspüren. Nicht er sagt es irgendwo direkt sondern Menschen, die ja die ureigensten Verfasser der Bibel sind, haben es so immer wieder zum Ausdruck gebracht, dass sie aus ihrem Verständnis von Gott heraus geschrieben haben: Fürchtet euch nicht!
        Nach meiner Erkenntnis steht das in unmittelbarem Zusammenhang mit dem persönlichen Gottes-„Bild“.
        Gott ist das gesamte All um uns, mit uns und in uns. Gott ist alle Existenz zusammengenommen. Gott ist die Gesamtheit von Materie, Energie und allem darin enthaltenen und darüber hinausgehenden Sinn und Geist.
        Gott ist die Gesamtheit dessen, woher und woraus wir kommen und wohin wir auch wieder gehen werden.
        Gott hat uns in einem Milliarden Jahre langen Prozess aus sich entwickelt (Schöpfung) und mit unserem körperlichen Ableben gehen unsere Nuklear-Bestandteile wieder über in die Gesamtheit aller Existenz. Nicht das kleinste Teilchen von uns wird irgenwo (wo denn auch) verloren gehen. Wir sind und bleiben auf ewig in dieser Gesamtheit aller Existenz. Niemand, keine Seele hat also auch nur den geringsten Anlass zu Furcht und zu Ängsten.
        Das Einzige, was wir Menschen zu verkraften haben, ist eine gewisse Bangigkeit vor dem Weg, den jedes Geschöpf ganz für sich alleine zurücklegen muss. Aber dieser „Belastung“ steht die absolute Gewissheit gegenüber, dass unsere Seele, unser Geist mit unserem körperlichen Tod eingehen wird in den Gesamtgeist Gottes. Wir kehren als Teil von IHM wieder in IHN zurück. In IHN – unseren Schöpfer und GOTT…

        LG KH

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      • bithya85 schreibt:

        Ich weiß, dass du das glaubst 😀 Aber irgendwie finde ich deinen Kommentar hier erheiternd, auf eine positive Art. Liebe Grüße und halt die Ohren steif in dieser Bangigkeit vor dem Weg, den du für dich zurück legen musst im Moment.

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      • Kira Tamir schreibt:

        Wissen tu ich es nicht. Die Überlegung war Folgende: „Arigoto“ ist ein Wort, das sehr sehr häufig mit Gott in Verbindung gebracht wird. Mit seinem Wesen, dem was er sagt und tut. Da nun keiner richtig versteht, was er ist, sagt und tut, hat man sich halt auf „arigoto“ geeinigt, um etwas in Worte zu fassen, was viele irgendwie spüren/erahnen, wenn sie mit Gott in Verbindung kommen, aber letztlich nicht allgemeingültig erklären können. Eben das: wie Gott ist.

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      • bithya85 schreibt:

        Achso, dann hab ich dich wohl missverstanden, aber ja, so ungefähr sehe ich das auch. Als eine Art Wortneuschöpfung, um etwas zu beschreiben, was man nicht beschreiben kann. Nur leider wurde es irgendwie von Menschen vereinnahmt.

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      • Karl Heinz schreibt:

        Hallo Bithya,

        …dann kannst Du statt „arigoto“ auch „umglumph“ oder „bubblebubble“ verwenden. Das macht dann auch keinen anderen Sinn.
        Ich verstehe nicht, warum wir Menschen alles immer so verkomplizieren müssen, wenn Tatsachen doch ganz einfach und logisch vor uns liegen.
        Wenn es einfach nur logisch ist, dass wir uns innerhalb des gesamten Alls (Universum) aus dem, was von Anfang an war (z.B. vor dem und beim Urknall), so nach und nach entwickelt haben („Sternenstaub“), warum müssen wir Menschen dann versuchen zu beschreiben, wie Gott ist? Warum können wir Menschen uns nicht mit dem logischen Ergebnis zufrieden geben, dass dieses Gott IST? Für mich unverständlich…

        Alles wird wohl damit zusammenhängen, dass der Mensch ein Geschöpf Gottes ist, das mit dem, was es wann auch immer einmal erreicht hat, niemals zufrieden sein wird, sondern immer weiter treibt und drängt.

        Und, liebe Bithya, Du findest meinen Beitrag als erheiternd 😉 und Du rätst mir, die Ohren steif zu halten in der Bangigkeit vor dem Weg, den ich für mich „im Moment“ zurücklegen muss. Du hast mich nicht verstanden. Ich habe den Weg angesprochen, den jeder Mensch, jedes Geschöpf (auch Du) ganz alleine zurücklegen muss, nämlich den Übergang vom diesseitigen Leben in das Leben auf der anderen Seite…

        LG von Karl Heinz

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      • bithya85 schreibt:

        Dann nenn es doch einfach sterben, dann verstehe ich auch, was du meinst 😉
        Ich denke, dass wir alles erklären müssen liegt an der Psychologie dahinter, dass wir das, was wir nicht verstehen, bedrohlich finden (ganz früher war das ein Überlebensmechanismus) und weil wir das Gefühl Angst nicht mögen versuchen wir, die Dinge, die wir nicht verstehen durch Erklärungen zu rationalisieren. Das funktioniert ja bei Innerweltlichen Sachen auch oft (ich schreibe absichtlich oft, nicht immer) gut.
        LG

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