Wortlaut Worthaus. Und so weiter.

Worthaus war super. Über 640 Leute da. Echt ein Wachstum, bei dem viele Gemeinden neidisch werden können, wenn man bedenkt, dass es mit einem Seminar angefangen hat, das kaum größer war als eine Schulklasse. Starke Vorträge, tolle Leute, super Atmosphäre, schöne Stadt. Ich würde dir gerne einiges von den Vorträgen weiter geben, aber die kommen in ein paar Monaten auf die Homepage in die Mediathek (Worthaus) und ich will nicht spoilern. Nur so viel, dass es viel um die Evangelien geht, besonders um die zweite Hälfte.

Aber vielleicht, was ich machen kann ist, einige O-Töne zu verraten, die einfach witzig waren. Viel Spaß damit. 😀 Die O-Töne sind in Anführungszeichen und was noch dabei steht, war der Kontext, in dem das Zitat kam. Und bitte nicht zu ernst nehmen, die hier sind einfach größtenteils lustig. Manche aber auch sehr ernst.

„Manche Leute stolpern in die historische Bibelwissenschaft wie Volksparteien auf Youtube.“ Aber die entsprechenden Fragen und Zweifel kommen trotzdem auf. (Thorsten Dietz)

„Jesus hat nicht an Jesus geglaubt.“ Stimmt das? (Christine Jacobi)

„Stell dir vor, den Menschen sind deine Fragen wichtiger als einfache Antworten.“ Wäre das nicht eine schöne Gemeinde? (Thorsten Dietz)

Es gibt schon über 150 theologisch professionelle Vorträge auf der Worthaus-Seite und in Hörboxen. „Wenn ihr alle Vorträge hört, kriegt ihr von mir n Diplom in evangelischer Theologie.“ (Siggi Zimmer)

Thema Wunder und wie man sie verstehen kann: „Bei wissenschaftlicher Theologie steht immer ein Elefant im Raum. Elefanten sind langlebige Tiere. Das hab ich bei Wikipedia gelesen.“ (Peter Wick) (Übrigens: Den Peter Wick haben wir glaub ich K.O.-zugehört. Nach 1 1/2 Stunden Vortrag sieht der uns an und sagt: „Wollt ihr etwa noch mehr?“ Antwort: lautes Klatschen. Spontane Zugabe. Dann: „Wollt ihr etwa noch mehr hören? Jetzt kann ich aber nicht mehr.“ Der arme Kerl war Studenten gewohnt, die nach einer Stunde schon keine Lust mehr haben. Und dann steht der vor einer vollen Turnhalle mit Leuten, die gar nicht genug kriegen können! Der war aber auch echt super. Freu dich schon mal auf die Vorträge von dem.)

Und bei der Fragerunde, nachdem einige von ihren Erfahrungen erzählt haben fragt er ganz geschockt: „Ich hab auch mal ne Frage: Aus welchen Abgründen kommt ihr eigentlich?“ (Siggi Zimmer)

Nicht ein Zitat von einem Referenten, aber was ich gehört habe und auch absolut passend fand für Worthaus: „They can take your world. They can take your heart. Cut you loose from all you know. But if it’s your fate, then every step forwart will always be a step closer to home.“

Es kam Thema Lichtgeschwindigkeit auf, die die höchste Geschwindigkeit ist, die physikalisch möglich ist. „Gott war schon immer ein bisschen grün, er fand Geschwindigkeitsbegrenzungen schon immer gut.“ (Thorsten Dietz)

Kurz nach Konstantin wurde das Christentum zur Staatsreligion und danach ging es anderen schlecht. „Ein paar Jahrzehnte nachdem man zu einer anerkannten Religion wurde sagte man sich: Warum sollte wir nicht mal andere verfolgen?“ (Thorsten Dietz)

Da es teilweise echt herausfordernde, fremde, bedrohliche Gedanken sind: „Wenn Spannung da ist, ist es potentielle Energie.“ (Peter Wick)

„Was meint ihr, wie viele heilige Kühe ich schon geschlachtet habe?“ Keinen Respekt vor destruktiven Dogmen. (Siggi Zimmer)

„So. Jetzt hab ich uns wieder Probleme gemacht. Immer wieder schön.“ (Thorsten Dietz)

 

Was ich dieses Jahr besonders toll fand war, dass es viel mehr Möglichkeiten gab, sich zu vernetzen. Eine Sache war zum Beispiel diese Karte: Wenn die die wollten sich mit einer Nadel bei ihrem Wohnort markiert haben konnte man sehen, wer noch aus dieser Ecke kam und man kann sich vernetzen und versuchen, sich zu finden.

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Wir sind mehr als du glaubst.

Oder es wurde ein Bogen Flip-Papier an die Wand geklebt, auf dem man Tipps weiter geben kann, die einem selbst geholfen haben. Ich kann nur noch mal sagen, was ich schon letztes Jahr geschrieben habe: Aus einem freikirchlichen Kontext geht man nicht einfach zu Worthaus, wenn nicht etwas war. Und dann braucht man manchmal etwas mehr Hilfe als einen einfachen Bibelvers, der alles wieder kitten soll. Dem einen hilft dabei das eine, dem anderen das andere. Was dem einen hilft, kann für den anderen falsch sein, aber irgendwas ist bestimmt dabei.

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Empfehlungen. Es fing mit einem Bogen an…

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… wurde immer mehr…

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… bis schließlich beinahe die ganze Wand voll war. 

Wie immer: Nimm an, was nützt, lass weg, was schadet und füg hinzu, was dein Eigenes ist. Ich finde, die Tipps sind viel zu schade, um sie mit dem Ende von Worthaus 9 ad acta zu legen, ich weiß zufällig, dass hier Leute mitlesen, die sich alleine fühlen und nicht wissen, wohin sie sich wenden können. Vielleicht ist da ja grade für dich was bei?

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