Eine Bilderbuchbetrachtung ;-)

Der Löwe in dir

(Von Rachel Bright und Jim Field)

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In rauer Wildnis mit goldgelbem Sand ein gewaltiger, schroffer Felsen stand.
Unter diesem Felsen lebte in einem winzigen Häuschen
das kleinste, ruhigste und friedlichste Mäuschen.
Die Maus war so winzig, so unglaublich klein!
Sie fiel keinem auf, wirklich niemals, NEIN!
Sie wurde übersehen, gequetscht und getreten.
Wie traurig und schwer war doch ihr Mäuseleben!

Oben auf dem Felsen jedoch thronte sorglos und erhaben
der stolze Löwe, er hatte das Sagen!
Der Löwe kam sich sehr wichtig vor
und bewies seine Macht durch ein dröhnendes…

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Er führte das Rudel, er hatte die Macht.
Er zeigte es gerne, er strotzte vor Kraft!
Ja, ALLE bewunderte ihn, den mächtigen König der Tiere.
„Wenn ich doch nur“, dachte die Maus, „ihm ein bisschen ähnlich wäre…“
Doch eines Nachts in ihrem Bettchen
schoss ein Gedanke ihr durchs Köpfchen:
Sie streckte ihr Pfötchen weit empor.

„Ich habs!“, rief sie, „Ich brauche ein ROAR!
Stell dir vor, ich bin nicht nur lieb,
ich mache mehr GRRRRRR und weniger Fiep!
Ich weiß, ich bleibe winzig klein,
doch fände ich Freunde, wäre ich nicht mehr allein.“

So dachte dir Maus: „Ich MUSS wissen, wie!
Ich werde brüllen, JETZT oder nie!“
Doch – SCHLUCK! – sie musste sich an die Bestie wenden!
Oje, würde sie dann als FESTMAHL auf dem Teller enden?
Die Maus beschloss, jetzt stark zu sein.
Ihr Leben lang war sie immer nur klein.
Sie fasste MUT, verließ ihr Haus
und sah sich schon als Löwenschmaus!
Der Gedanke daran war so fürchterlich,
doch willst du was ändern, dann ändere DICH!
Sie kletterte weiter, sie war fast am Ziel,
zum schlafenden Löwen war es gar nicht mehr viel.
Und plötzlich, sie traute ihren Augen nicht,
blickte die Maus in des Löwen…

GESICHT!

„Lieber Herr Löwe, SCHLUCK, ich bin nur ein Mäuschen
und störe sehr ungern Ihr Mittagspäuschen:
Doch nur Sie können mir einen Wunsch erfüllen:
Wie lerne ich, FIEP, wie Sie zu brüllen?“
Da wurde es still im goldgelben Land.
Der Löwe erwachte, die Mähne hochstand.
Die Zeit verstrich langsam… langsam wie nie.
Da brüllte der Löwe mit Inbrunst ein…

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Der Löwe zitterte, starr war sein Blick,
wimmernd wich er erschrocken zurück:
„Tu mir nichts, bitte! Das wär mir ein Graus!“
Unglaublich, der Löwe hat Angst vor ner Maus!

Das Mäuschen fiepte: „Ich, dein Feind? Nur keine Bange!
Einen Freund wie dich such ich schon lange!“
In diesem Moment steckte ganz viel Magie.
Die Maus fühlte sich plötzlich so groß wie noch NIE.
Sie sprach aus, was sie dachte, ganz ehrlich und frei,
und DAS schafft man auch ohne Gebrüll und Geschrei!

Sie teilten von nun an den Felsen, ihr Leben,
ja, für ihren Freund würden sie alles geben.
Die Maus dachte: „Jetzt kann ich alles schaffen.“
Und der Löwe? Der brüllte, doch dieses mal vor Lachen!

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So fanden die BEIDEN schließlich heraus:

Jeder von uns ist mal LÖWE und mal MAUS.

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