Lieder der Schöpfung

„Auch, wenn du klein bist, du hast so viel Kraft. Und meine Arme halten dich und geben dir Sicherheit. Die Verbindung zwischen uns kann nicht gekappt werden. Ich werde da sein, weine nicht. Denn du bist und bleibst in meinem Herz. Du bist und bleibst in meinem Herz, ab heute, jetzt und für immer. Du bist und bleibst in meinem Herz, egal, was sie sagen. Du bleibst für immer in meinem Herz.“

Noten

Ein bisschen grob übersetzt, was ich morgens auf dem Weg zur Arbeit höre, You’ll be in my heart von Phil Collins. Ich hab beim Übersetzen auch nicht darauf geachtet, genau die richtigen Vokabeln zu treffen, sondern eher darauf, dass rüber kommt, was es bei mir auslöst. Denn manchmal passiert es mir, dass grade dann, wenn ich zweifle, und ich meine die fiesen Zweifel, die die Beziehung zu Gott grundsätzlich infrage stellen, dass ich grade dann ein solches Lied höre und das Gefühl habe, Gott spreche zu mir.

Ja, es ist subjektiv. Ja, es ist sicher viel Psychologie dabei. Aber auch ja, es tut unglaublich gut und ja, es macht mir Gott so groß und gleichzeitig nah. Und mir fällt Vertrauen wieder leichter, weil mir wieder klar wird: Ich bin nicht alleine. Manchmal tatsächlich von meinem Moment zum Anderen, weil mir wieder klar wird, es kommt nicht auf mich und mein richtiges Glauben an oder darauf, dass ich Regeln einhalte und Dogmen zustimme. Es kommt darauf an, dass es vielleicht eine Gottlosigkeit des Menschen aber keine Menschenlosigkeit Gottes gibt. Und dass auch, wenn ich mich mal entferne, Fehler mache und Umwege gehe oder auch, wenn ich mal vielleicht eine Weile gar nicht nach Gott fragen oder ihn komplett ablehnen sollte, Gott mich nie ablehnt und nie verlässt, dass ich nichts anstellen oder denken oder leben kann, das dazu führen könnte, dass Gott mich weniger lieben könnte.

Ein anderes Beispiel:

Ich kann nicht mehr flüssig in Gebetsgemeinschaften laut beten. Ich kann es einfach nicht mehr. Ich habe noch nicht wirklich reflektiert, warum nicht, aber ich weiß, dass ich es früher konnte und heute nicht mehr. Und darunter habe ich lange Zeit sehr gelitten und manchmal tue ich es heute noch. Das Lied, auf das ich hier anspiele lief dann plötzlich im Radio, als ich Gott beim Autofahren gesagt habe, dass es für mich so schwer ist, nicht mehr beten zu können. Ich musste rechts ran fahren, so geflasht hat es mich.

„Unglaublich, wie du direkt zu meinem Herz sprechen kannst. Ohne dass du ein Wort sagst, wird es gefühlt hell. Es ist unmöglich zu erklären was ich höre, wenn du kein Wort sprichst. Aber wenn du lächelst sagt das mir, dass du mich brauchst. Dein ehrlicher Blick sagt, du wirst bei mir bleiben. Und wenn du (zum Verständnis: in Gedanken) meine Hand nimmst sagt es mir: Du wirst mich fangen, wenn ich falle. Du sagst es am besten, wenn du gar nichts sagst. Jeden Tag höre ich Leute ununterbrochen quasseln. Aber wenn du einfach bei mir bist, ist es ganz still…“

Das ist aus „Nothing at all“ von Ronan Keating. Keine Ahnung, was er ursprünglich mit diesem Lied sagen wollte, aber es war für mich, als wäre ich dabei, als Jesus sagte:

Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler, die gern in den Synagogen und an den Straßenecken stehen und beten, um sich vor den Leuten zu zeigen. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt. Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten. Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet. (aus Matthäus 6)

Übrigens kommt danach direkt das Vater Unser. Ob das was zu bedeuten hat? Jedenfalls hat es mir gesagt, dass ich richtig bin, so wie ich bin. Dass es meiner Beziehung zu Gott keinen Abbruch tut, ob ich jetzt laut bete oder nicht und dass er mich auch nonverbal gut verstehen kann. Vielleicht sogar besser? Manchmal ist es ja so, dass Worte nicht ausreichen oder dass irgendwie tatsächlich mehr oder genauer gesagt werden kann, wenn man schweigt. Vielleicht ist es beim Beten auch so? Ich meine, so, wie wenn man weiß, der andere kennt einen so gut, dass man nichts mehr erklären muss.

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich übrigens nach etwas recherchiert und nebenbei Spotify gehört. Dann lief da, nachdem die Playlist abgelaufen war, ein Lied, das ich noch nie gehört habe. Es war auf deutsch und hatte einen Text, bei dem ich gedacht habe, der könnte 1:1 irgendwo in einem prophetischen Buch stehen. Ich hab gedacht: Wow und mir aufgeschrieben, was Spotify zu diesem Lied zu sagen hat: Fort Knox Elif.

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