Fundstück: „Du bekennst dich zu mir“

„Im Vertrauen darauf, dass Gott mich mag habe ich beschlossen, mich auch zu mögen.“

Gott, mein Gott.

Ich danke dir, dass ich mich anschauen darf mit allem, was unerlöst ist in meiner Tiefe, und des Geheilt-werdens bedürftig. Du bist mir gerade um meines Mangels willen ganz zugetan. Darum kann ich leben.

Auch, wenn ich allenthalben mein Ungenügen erfahre, treibt es mich nicht in die Verzweiflung, denn du legst schützend deinen Arm um mich, wenn mein Versagen wieder mich aufsteht.

Dankbar nehme ich wahr, dass manchmal schon etwas aufleuchtet von dem, was ich sein werde bei dir:

Dass ich dann und wann zu einer Tat der Liebe fähig bin, auch wenn viel Selbstsucht in mir ist. Zuzeiten gelingt es mir, aufrichtig zu verzeihen, einen Menschen zu segnen, gegen den ich lauter Abwehr spühre. Dann weiß ich: Du tust Großes an mir.

Dankbar bin ich, dass ich bisweilen meinem Herzen zu folgen wage, auch wenn mein Verstand es Unsinn heißt. Dass ich manchmal anderen gönnen kann, was mir versagt ist, auch wenn mir die Regung des Neides nicht fremd ist. Dankbar bin ich, dass mitunter ein Verzicht gelingt, obwohl es mir schwer fällt, dem Habenwollen zu widerstehen.

Mein Gott, ich freue mich, dass ich hier und da gegen die Gefühle des Misstrauens in mir einen Schritt des Vertrauens tun und in deinen Willen einwilligen kann. Behüte, was sich erneuern will in mir, bis du mich ganz heraus geliebt hast aus allem, was nichtig ist und ich ein ganzer, heiler Mensch sein werde.

(Aus: Die Nacht ist voller Sterne)

3 Gedanken zu “Fundstück: „Du bekennst dich zu mir“

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