Sailor Moon und Tipping Points

Es gibt irgendwie so viele Dinge am christlichen Glauben, die ich früher für selbstverständlich gehalten habe, von denen ich aber heute wirklich nicht mehr weiß, was ich von ihnen halten soll. Bibel lesen in Form von Stille Zeit, Abendmahl, Gebet und Lobpreis, Gemeindeverbindlichkeit und Unterordnung, so viele Dinge, die bei mir echt Ambivalenz auslösen.

Ein solches Thema ist auch Mission und Evangelisation. Irgendwann hab ich schon mal was dazu geschrieben. Aber in letzter Zeit kommt es mir immer wieder unter. Es ist ja alles schön. Irgendwie. Und ich gönne jedem die Begegnung mit Gott. Von Herzen. Aber trotzdem ist das Ganze für mich nicht unbedingt positiv besetzt. Und ich kann noch nicht mal genau sagen, warum. Ganz zu schweigen davon, was passieren müsste, damit es für mich positiv besetzt ist.

Es ist nicht so, dass ich damals von anderen besonders unter Druck gesetzt worden wäre. Naja, vielleicht doch, in gewisser Weise, aber nicht so, dass ich es als unangenehm empfunden hätte. Eher als pushen. Und es ist schön, wenn alle an einen glauben, dass man etwas kann, und sie dich immer wieder ermutigen und pushen und unterstützen darin. Grade dann, wenn man eigentlich ein etwas unsicherer Mensch ist. Oder auch ziemlich unsicher. Es hat mein Selbstvertrauen aufgebaut, immer wieder zu hören, dass Gott etwas Besonderes mit mir vor hat, dass er einen guten Plan für mein Leben hat, Mondprinzessindass er mich gebrauchen will, um ein Licht zu sein, zu leuchten, Menschen zu retten. Ich hatte das Bild von Feuerwehrleuten vor Augen, die im Angesicht des eigenen Todes Kinder aus einem brennenden Haus retten oder von Leuten, die Kinder und Jugendliche vor besonders brutaler Gewalt retten. Teilweise auch von Superhelden, die die Welt retten. Kennst du Sailor Moon? Ein junges Mädchen, das am Anfang, in der ersten Staffel wirklich extrem unsicher war und sehr nah am Wasser gebaut. Es war ein Running Gag, dass sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit angefangen hat, zu weinen und komplett überfordert war. Aber sie wurde immer wieder ermutigt und aufgebaut und unterstützt, so dass sie Selbstvertrauen schöpfen konnte.

Aber manchmal passiert wohl etwas, vielleicht gerade bei so leicht unsicheren Menschen, das man vielleicht als „Tipping Point“ bezeichnen könnte? Als eine Grenze, bei der, wenn man die überschreitet, niemand absehen kann, was passiert. Bei Sailor Moon war es, als sie erlebt hat, wer sie in einem früheren Leben war. Eine Prinzessin, eine Thronfolgerin eines untergegangenen Königreiches. Und diese Vergangenheit war gleichzeitig ihr Schicksal, ihre Zukunft. Sie wusste dann, dass sie bestimmt war, eines Tages die Königin zu sein. Ein unsicheres Mädchen als Königin. Ok, Sailor Moon ist nur eine Geschichte, eine Fiktion.

Aber es gab eine mehrere Jahre dauernde Phase meines Glaubenslebens, die ich ähnlich erlebt habe. Wie gesagt, ich wurde immer wieder gepusht, auf eine Art, die ich als wirklich hilfreich empfunden habe. Die mir Selbstvertrauen gegeben hat. Von der ich gemerkt habe, sie funktioniert. Ich habe mich selbst als Prinzessin gesehen, als Tochter Gottes und da Gott ein König ist, bin ich eine Prinzessin. So weit, so gut. Bis hierher ist es sicher auch nicht schlecht, im Gegenteil. Aber aus irgend einem Grund habe ich dann angefangen, mich selber immer mehr zu pushen. Niemand hat mich dazu gezwungen, aber ich habe es gemacht. Ich habe von anderen gehört, die ihr Leben ganz Gott zur Verfügung gestellt haben und die damit die unglaublichsten Abenteuer erlebt haben. Die praktisch nichts anderes gemacht haben, als für ihren Glauben zu werben und Geschwister darin auszubilden, die also keiner geregelten Tätigkeit nachgingen und auch, soweit ich es verstanden habe, nichts vom Amt bekommen haben, aber immer auf geheimnisvolle Weise so viel bekommen haben, wie sie brauchten. Es war so geheimnisvoll, so faszinierend, so abenteuerlich. Das wollte ich auch, unbedingt, und zwar lieber jetzt als gleich. Ich habe mein ganzes Leben Jesus gegeben und war entschlossen, alles zu tun, was nötig war um auch so leben zu können. Ich meine, scheiß darauf, dass ich ein introvertierter Mensch war, wenn es nötig sein sollte, dass ich für meinen Glauben werbe, dann würde ich es auch machen, Gott würde sich schon hinter mich stellen und es heißt ja, dass nicht wir reden, sondern der heilige Geist redet durch uns. Scheiß drauf, dass ich keine Ahnung von Theologie hatte, Gott würde mir schon das offenbaren, was nötig ist und die anderen hatten auch nicht Theologie studiert. Mal davon abgesehen, dass ja allgemein bekannt ist, dass ein Theologiestudium der Anfang vom Ende ist. Und scheiß auch drauf dass ich, wenn man mal ehrlich gewesen wäre, keine Ahnung von der Welt hatte, mit einer Mutter, die einem wirklich jeden Scheiß vorkaut. Ich war so begeistert von der Aussicht, dass Gott durch mich reden würde, denn dann würden meine Worte Gottes Worte sein und wer könnte den Menschen besser helfen als Gott? Gott kann ja bekanntlich alles und vielleicht würde ich erleben, wie Gott die erstaunlichsten Wunder wirkt und seine Leute sammelt, vielleicht sogar zu einem großen Teil durch mich und wer weiß? Vielleicht wäre diese Umgebung hier in ein paar Jahren nicht mehr wieder zu erkennen.

So habe ich damals gedacht. Ich habe vor meinem geistigen Auge gesehen, wie Kirchen und Gemeinden wachsen, aus allen Nähten platzen, weil immer mehr Leute kamen, dass die Christen endlich ihrer Bestimmung nachkommen. Ich glaube aber, wenn mich jemand gefragt hätte, worin genau diese Bestimmung besteht und was sich genau ändert, wenn es passiert, ich hätte wohl keine befriedigende Antwort gehabt. Vielleicht ging es mir in der Theorie einfach darum, Menschen vor der Hölle zu retten und ihnen schon hier ein Leben mit Gott zu ermöglichen, und in der Praxis einfach um Abenteuer und darum, etwas Besonderes zu machen um selbst etwas Besonderes zu sein. Vor Menschen? Ja, vielleicht. (Ich merke grade, dass man auch diesen Text in diese Richtung interpretieren könnte… hm, na toll!) Gut möglich, dass ich einfach bewundert werden wollte. Meinem Glauben, meiner Bestimmung habe ich die größten und eindrucksvollsten Bilder gegeben. Adler, Löwen, Supernovä, Hurricane, eigentlich konnte es gar nicht groß genug sein. Ich glaube, da war ich schon lange nicht mehr auf dem Boden der Tatsachen, ich schwebte schon kilomenterweit über der Erde. Ich war wie auf Drogen. Flieg, junger Adler! Aber eine gefährliche Nebenwirkung von Drogen sind eben auch Halluzinationen. Auf LSD denkt man auch, man könne fliegen und stürzt sich aus dem Fenster. Und so hab ich es auch gemacht.

Und bin auf dem harten Boden gelandet. Mit jeder Menge inneren Verletzungen. Wahrscheinlich waren so ziemlich alle Knochen gebrochen. Geistlich gesehen meine ich, ich war nicht so wahnsinnig, dass ich mich wirklich aus dem Fenster gestürzt hätte. Dass mein Glaube überlebt hat, eigentlich ist das ein Wunder. Aber Gott hat mich wohl sofort ins Krankenhaus gesteckt und ich hatte nen guten Arzt. Aber es ist ja klar, dass es jetzt nicht mehr so ist, wie es mal war. Ich hab oft den Enthusiasmus vermisst und die vollkommene Hingabe, und den Glauben, die Welt aus den Angeln heben zu können. Aber irgendwann habe ich dann verstanden, dass es nicht mehr wieder kommt. Und ich glaube, dass ich dann das verstanden habe war ein Punkt, an dem es wieder vorwärts gehen konnte. Ich bin praktisch vom geistlichen Krankenhaus in die Reha gekommen. Wieder laufen lernen, wieder sprechen und essen lernen. Ja, manchmal komme ich mir vor wie jemand, der alles wieder von neu lernen muss. Es ist unglaublich anstrengend, vor Allem weil ich nicht weiß, wie lange diese Reha dauern wird. Bis ich wieder so stabil bin, dass ich wieder ein normales, gesundes Leben als Christ führen kann. Ich habe den Traum, mit Betroffenen von geistlichem Missbrauch zu arbeiten und mit solchen, die von Glaube und Kirche und Gemeinde tödlich enttäuscht und verletzt sind. Nein, ich meine nicht, sie wieder zu bekehren oder sie wieder dazu zu bringen, artig in Gemeinde zu gehen oder so, sondern therapeutisch und pädagogisch, sie zu unterstützen, ein Leben und wenn sie wollen einen Glauben zu finden, das und den sie gerne leben wollen, aber ich merke auch, dass ich noch nicht in der Lage dazu bin. Ich bete, dass ich es eines Tages kann, und dass Gott mir dann zeigt, wann es so weit ist und er Türen öffnet. Aber dann muss ich mich wohl noch etwas gedulden.

Im Moment ist es schon eine Herausforderung für mich, den Glauben und das Leben mit Gott als etwas zu sehen, was einfach nur schön sein kann. Ohne Adler, Löwen, Supernovä und Hurricane. Sondern andere Bilder zu finden. Vielleicht eine Maus? Ich liebe Mäuse, sie sind so unglaublich süß. Diese Nase und diese Ohren! OMG, Cuteness is overload! Aber andere haben Angst vor Mäusen, sie schreien und rennen weg, obwohl sie eigentlich vom Kopf her wissen, dass Mäuse ihnen nichts tun. Sie sind einfach plötzlich da und keiner weiß, woher sie kommen. Hm, ok, dürftiges Bild. Oder wärmende Sonnenstrahlen, oder der streichelnde Wind, oder der Doppelspaltversuch aus der Quantenmechanik. Licht ist gleichzeitig Welle und Teilchen. Und es ist unmöglich, gleichzeitig zu wissen, wie stark das Teilchen ist und wo das Teilchen ist. Vielleicht ein etwas besseres Bild, aber völlig unverständlich eigentlich… . Aber vielleicht muss ich solche Begriffe auch gar nicht haben, denn Gott ist sowieso immer anders als meine Begriffe. (Erst wollte ich schreiben, er ist immer größer als meine Begriffe, aber dann wären wir wohl wieder bei der Supernova.) Ich möchte es einfach als etwas Schönes sehen können, mit Gott zu leben, von ihm zu lernen, ihn zu erleben und zu merken, wie er mich und andere um mich herum auf seine Art heilt und befreit und zur besten Version von uns macht. Ich möchte sehen, wie Frieden in uns einzieht und Freiheit und ich möchte wissen, was dann passieren wird. Ich möchte wissen, dass das alles etwas mit mir zu tun hat, dass ich gemeint bin von Gott. Dass er mich bei meinem Namen gerufen hat. Ich will ihn auf keinen Fall aufgeben. Dafür hab ich einfach trotz allem zu viel mit ihm erlebt. Ich! will! ihn! In meinem Leben! Aber bitte ohne LSD! Aber mit heiligem Geist. Geht so etwas?

28 Gedanken zu “Sailor Moon und Tipping Points

  1. Strandläufer schreibt:

    „Geht so etwas?“ „JA!“ 🙂 (Schreibe das mutig als eine, bei der es gerade beginnt..) Nimm was Du willst und mache es zu einem Gebet und ich bete mit Dir und erwarte dass wir Gott dafür danken werden, weil er unsere Gebete erhört hat und ich mich mit Dir darüber freuen darf. Gott führt in raue Wüsten, aber er führt auch wieder heraus und er heilt. Ich weiß das klingt nach Durchhalteparole, sorry, aber ja – das ist es. 😉

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      • Kira schreibt:

        Ja, SO direkt und unmittelbar, das wäre schon irgendwie cool…Würde mir aber auch bisserl Angst machen, weil ich dann nicht mehr auskommen könnte 😉 Aber es wäre schön, trotzdem…Mir fehlt oft dieses Erleben von Gottes Nähe. Ich WEIẞ ja, dass er da ist, aber das ist ja nicht das Gleiche. Manchmal wäre es leichter, wenn es greifbarer wäre… Vielleicht habe ich auch nur zu sehr vorgefertigte Vorstellungen im Kopf, wie das konkret aussehen sollte.

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      • bithya85 schreibt:

        Joa, das kenn ich. Oder diese „Vorurteile“ gegenüber Gott, so darf er sein, und das und jenes ginge zu weit… Ich weiß, dass ich eigentlich nicht viel was darüber weiß, wie er ist und wie nicht. Aber ich hoffe einfach zu sehr, dass er so liebevoll ist wie in dem Buch dass ich denke, so falsch kann es eigentlich nicht sein. Verstehst du, was ich meine? Ich denke, das kommt dem, was Jesus gesagt und gelebt hat, auch einigermaßen nah. Hach, manchmal finde ich es so unfair, dass die Leute zu Jesu Zeiten ihn hautnah erleben konnten und wir nicht… dann hätte ich am liebsten eine Zeitmaschine, mit der ich einfach mal da hin reisen könnte. Naja, ich weiß, ist albern. Angst hätte ich auch, ja, aber ich glaube, wenn ich wirklich die Chance bekommen würde… ich hoffe, dass ich mir dann nicht wirklich in die Hose machen würde, denn es wäre so unglaublich. Eigentlich die Tatsache, dass ich dann nicht mehr raus könnte, wäre für mich eher noch ein Anreiz. Ist das verständlich?

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      • Kira schreibt:

        Ja, ich verstehe was Du meinst. „Vorurteile“ und/oder persönliche Vorstellungen über das, wie er zu sein, oder was er denn bitteschön zu tun hat, die haben mich schon an meine persönlichen Grenzen gebracht. Und dann hat er mich darüber hinaus gebracht und es war gut. Wird sicher wieder passieren und ich hoffe, dass er mich dann auch wieder darüber hinaus bringen wird.
        Weißt Du, zu sagen, dass man nicht viel wissen kann, ist doch ehrlich – vor allem, wenn man vieles an seinem Gottesbild hinterfragen und korrigieren musste. Hast Du ja alles durch. Aber dass er so liebevoll ist, wie im Buch geschrieben, das glaube ich. Es kommt Jesus nahe, wie Du sagst. Denke schon, dass man darauf aufbauen kann. Jaaa, bei der Zeitmaschine wäre ich dabei. Ich würde auf jeden Fall mitkommen, aber wahrscheinlich Dich erstmal vorgehen lassen 😂😂😂
        Nein im Ernst – Jesus live und in Farbe erleben. Alles fragen zu können, direkt zu sehen, direkt gesehen zu werden – das, was wir am ehesten fürchten und das, was wir uns aus tiefstem Herzen wünschen, beides zugleich.
        Ok, runter von der Märchenwiese, da wir keine Zeitmaschine haben – was machen wir jetzt. Wenn das Unmögliche weg fällt, was IST dann möglich? Vielleicht ist das individuell verschieden. Man kann ja Gott auch direkt im Gebet darum bitten, mehr von ihm zu erleben. Und mal offen lassen, wie das aussehen kann.
        lg

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      • Kira schreibt:

        Dass Gott Liebe ist, hatte ich für mich klar. So als graue Theorie. Wie das konkret aussieht, was das im Einzelnen bedeutet – ähm, ja. Viele Vorstellungen und wenig Ahnung. Die Erkenntnis, dass Jesus die Mensch gewordene Offenbarung Gottes ist, dass ich Gottes Wesen, wie er uns sieht, was er möchte, was er uns zu sagen hat, an dem erkennen kann, was Jesus gepredigt und gelebt hat – die hab ich noch nicht so lange. War ziemlich überraschend für mich, Liebe als das Wesen Gottes in Jesus zu sehen. Diese Verbindung ein Stück weit zu erkennen. Und damit zu begreifen, dass es mir hilft, sich mit Jesus zu beschäftigen – was wollte er? Wie? Usw. Bezogen auf das Erleben von Gottes Nähe – ich glaube, dass ich die ein Stück weit erfahren kann, wenn ich versuche, das, was ich von Jesus verstanden habe, mal praktisch anzuwenden. Ich weiß, dass das alles sehr theoretisch klingt. Es ist aber so, dass ich im Alltag viele Situationen habe, wo Gott mich quasi ermutigt, es doch mal anders anzugehen, als gewohnt. Mit Jesus als Orientierungshilfe. Und zu sehen, was dann passiert. Da ich störrisch wie ein Maultier bin und langsam wie eine Schnecke, werde ich damit für den Rest meines Lebens vollauf beschäftigt sein 😁
        Aber es lässt mich nicht los. Sozusagen learning by doing. Das ist jetzt gerade mein Weg, mein Thema, und es kam auf, als ich meinen Wunsch nach mehr Nähe ins Gebet gebracht habe. Und nein, diese Antwort hat mir erstmal so gar nicht gepasst. Gewünscht hätte ich mir, dass, na ja, dass irgendwas passiert, so gefühlsmäßig. Aber es macht Sinn für mich. Und das, was ich versucht habe, hat auch gefühlsmäßig was gebracht. Aber anders als ursprünglich gedacht oder erwartet. Deshalb meinte ich, es wäre eine gute Idee, einfach mal darüber zu beten. Für Dich sieht die Antwort dann vielleicht völlig anders aus und das ist auch vollkommen in Ordnung. Was ich sagen will, ist – dieses Mehr, dieses liebevolle, diese Nähe – OB und WIE das für einen selbst funktionieren kann – es lohnt sich, einfach mal Gott direkt danach zu fragen.
        lg

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      • Strandläufer schreibt:

        Also ich oute mich mal als „Die Hütte“ Antisympathisantin, wahrscheinlich gibt es dieses Wort nicht und ich habe gerade eine Eigenkreation geschaffen. 😉 Deshalb kann ich es auch nicht als Gesprächsgrundlage nehmen. Denn wenn ich nicht etwas Gutes dazu sagen kann, halte ich lieber meinen Mund.

        Aber eure Gedanken kann ich sehr gut nachvollziehen. Beispiel:

        „Joa, das kenn ich. Oder diese „Vorurteile“ gegenüber Gott, so darf er sein, und das und jenes ginge zu weit…“

        Das sind die Grenzen des Anderen. Inzwischen reagiere ich nur noch darauf, wenn ich das Gefühl habe, es bringt etwas. Ich bin sehr froh darüber dass Gott mir eindrücklich begegnet ist und in trockenen Zeiten erinnert mich Gott daran. Was die Liebe Gottes betrifft, sind wir uns einig und ich denke das ist doch ein sicheres Fundament, gerade wenn er Wege durchkreuzt.

        Aktuell hat er meinen Plan mit der Bibel (wollte sie mal wieder komplett in einem Jahr durchlesen) zunichte gemacht. Dabei hatte ich mich so darauf gerfreut das weiter fort zu setzen. Ist nicht dran! Der Unterschied zu früher, durfte ich in meiner Reaktion darauf feststellen: „Ich wurde nicht panisch, oder habe mich als Versagerin gefühlt, weil es schon wieder anders als gedacht, läuft, kein Groll, sondern Okay, dann lasse ich es und bin gespannt was stattdessen dran ist.“ Ich war auch erleichtert, dass ich das erkennen konnte, bevor es stressig wurde.

        Was die Nähe Gottes betrifft, die spüre ich nicht selten deutlich, ich weiß das wünsche sich einige auf diese Weise und deshalb komme ich mir umso mehr vor wie eine, die auf hohem Niveau jammert, aber ich wage es dennoch mal.

        Die Nähe Gottes erfahre ich seit Jahren mehr oder wenig kontinuierlich, mit Unterbrechungen. Als ich eine Entscheidung traf, die klar gegen Gottes Willen war und ich wurde deutlich gewarnt, da hatte ich zwar keinen Zweifel, dass ich dennoch sein Kind bin, aber diese Nähe war über Jahre weg. Ich hatte keinen Zweifel, dass Gott auch weiterhin auf mich aufpasst, aber diesen Weg ist er nicht mit mir mit gegangen und ich musste die Konsequenzen bis zum bitteren Ende tragen, da wurde gefühlt nichts gemildert. Aber das nur nebenbei. Worauf ich hinaus will. Ich spüre die Gegenwart Gottes manchmal so intensiv und weiß manchmal, aber selten, ganz genau was Gott von mir will, überwiegend aber nicht. Dann setze ich mich z. B. hin und bitte ihn darum mir zeigen was das nun bedeutet, aber es wird mir nichts gezeigt. Nun mögen einige denken, na und? – wenigstens fühlt sie was. Das kann ich auch verstehen, aaaber

        es wird nichts sichtbar in meinem Leben, es tröpfelt so dahin, während ich dabei zusehe, wie eine gute Freundin von mir, von der ich hier schon schrieb, von einem Segen zum nächsten geht. Sie hört Gott. Er spricht mit ihr: „Geh‘ in diesen Laden, sprich diesen Mann an“… „Was soll ich?“ „Mach!“ Und dann passiert jedes Mal etwas, das entweder für diese Person oder sie selbst oder beide gut ist. So begleitet sie Gott auch beruflich und knüpft wichtige Kontakte für sie. Das passiert wirklich ständig. Ob ich neidisch bin? Und wie! Sie weiß das auch. Ich bin überhaupt kein neidischer Mensch und gönne ihr den Erfolg von Herzen. Ich bete für sie dafür. Wir reden ganz offen darüber und sie versteht mich auch und tröstet mich mit denselben Durchhalteparolen, die ich an andere weitergebe. Ich weiß auch, dass ich wichtig für sie bin, aber ich wünsche mir auch so eine konkrete Führung und nicht nur dann, wenn ich dann, wenn ich kurz davor bin etwas falsch zu machen.

        Während ich das schreibe, bin ich aber auch zuversichtlich. Gott hat da ein Samenkorn von Hoffnung in mich hineingepflanzt und so wie es ist, wird es nicht bleiben, kann es auch gar nicht bleiben, weil es um uns herum ja nicht einfacher werden wird, sondern dunkler. Ich vertraue darauf, dass Gott nicht nur Liebe ist, sondern der allmächtige Gott. Wenn wir jetzt da auch noch ein Stück weit etwas zu lernen haben, bleiben seine Verheißungen dennoch wahr. Er wird kommen, in unser Leben, in jedes einzelne Leben, das sich ihm zuwendet und danach sehnt eine Begegnung zu haben. Bei dieser Begegnung wird es nicht bleiben.

        Man kann sich nicht so einfach gegen Gott entscheiden, wenn man einmal seine Liebe erfahren hat, selbst wenn man hadert, verzweifelt oder wütend ist, – weil man tief in sich spürt, da ist mehr. Gott hat sich nicht grundlos gezeigt, er ist nicht planlos, sondern er verfolgt ein Ziel. Das Ziel ist aber eben nicht unsere Leistung oder wie wir gut werden können. Sein Ziel ist es dass der heilige Geist durch uns sichtbar wird. Die Vorbereitungszeit geschieht im Verborgenen, aber Gott lässt nichts im Verborgenen, sondern zu seinem Zeitpunkt wird es offenbar.

        Du und ich, wir sind nicht nutzlos, unsere Prozesse sind nicht umsonst, unser Versagen oder Scheitern ist kein Schlusspunkt, sondern er wird unsere Niederlagen in geistliche Triumpfzüge verwandeln, die IHN als Handelnden sichtbar werden lassen. Sorry, für die Luthersprache, ich bin davon überzeugt, ihr könnt es in eure Sprache übersetzen. Seine Liebe ist, dass wir daran teilhaben dürfen, aber mir geht es gar nicht um mich hierbei. Ich kriege nur die Krise bei dem Gedanken, dass Gott in meinem Leben nicht erkennbar sein soll – nicht „nur“ in Worten, sondern ich will dass man an mir sieht dass Gott mit dem Menschen ist, für ihn, ganz praktisch. Nun habe ich ausreichend Jahre hinter mir, wo es wirklich wirklich übel lief und ich halte immer noch an Gott fest. Das ist ja schon mal ein Zeugnis, aber nun möchte ich auch, dass Gott sichtbar wird. Ja, da ist auch Aufwertung des Selbstwertgefühl mit drin, Eigennutz, aber dennoch kann ich spüren dass es gedanklich in die richtige Richtung geht.

        Ich habe es auch mit wissenschaftlicher Bibelkunde versucht, da gibt es Seiten im Netz, die sich der Liebe Gottes humanitär nähern und die Liebe Gottes kann man nicht überbetonen, aber man kann sie falsch interpretieren. Jedenfalls diese Wissensbildung hat mich letzten Endes auch nicht wirklich weitergebracht, etwas ja, aber was da teilweise ins Fundament geschrieben wird, findet auch nicht alles ein Echo in mir.

        Mir ist viel mehr bewusst geworden, dass Gott mit jedem seinen eigenen Weg geht, wir haben unterschiedliche Talente mit bekommen und ergänzen uns. Ohne meine Freundin hätte ich vielleicht schon die Hoffnung verloren oder würde öfters aufgeben und sie braucht mich, um die Stimmen zu unterscheiden. Irgendwann brauchen wir uns vielleicht weniger, aber Gott lässt es zu, dass wir uns brauchen.

        Das ist ja wieder mal ein kurzer Abriss geworden, ich wollte nicht so ausführlich werden. 😉 Und ziemlich durcheinander.. ihr bekommt das schon sortiert. 🙂

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      • bithya85 schreibt:

        Kann ich verstehen, ich kenne das auch, dass es mir am liebsten wäre, wenn Gott mir immer wieder im Alltag sagen würde, was ich tun und lassen sollte. Ich glaube, bei mir ist es weil ich das Gefühl habe, es würde mir helfen zu glauben, wenn ich völlig zweifelsfrei Gott erleben würde, so als würde er neben mir her gehen wie meine beste Freundin oder so. An deren Existenz zweifel ich ja auch nicht. Und dann denke ich, wenn Gott mir immer wieder haarklein sagt, was ich tun soll, wäre das ein bisschen so. Und es ist ja nicht so, als würde er es nicht ab und zu machen, oder? Aber irgendwann hab ich mal etwas in einem Buch gelesen, wo jemand schreibt, er säße im Flugzeug und Gott würde ihm sagen, er solle mal ein bisschen Smalltalk mit seinem Nachbarn halten. Und dann hat er geschrieben, dass ihm in diesem Moment aufging, dass das eigentlich gar nichts Besonderes ist und dass andere schon von sich aus das tun würden, nur er bräuchte eben noch die Aufforderung von Gott, weil er nicht alleine darauf gekommen wäre. Was ich sagen will ist, dass du vielleicht in vielen Fällen schon genau das tust, was Gott möchte (und es nur nicht merkst) und er es dir deswegen gar nicht mehr ausdrücklich sagen muss? Wäre vielleicht eine Möglichkeit. Jedenfalls, wenn ich deine Kommentare lese, kommt mir schon ein wenig der Verdacht. Muss nicht heißen, dass du im Glauben weiter wärst als deine Freundin, das will ich gar nicht sagen. Und auch nicht, dass deine Freundin weiter sei als du. Nur, dass ihr vielleicht andere Gaben und daraus auch andere „Baustellen“ habt. Vielleicht.

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    • Kira schreibt:

      Wow…erstmal einfach nur – Danke für Deine Worte. Wie Du Dein persönliches Erleben beschreibst….und Deine Hoffnung und das, was Du daraus schließt… Man spürt einfach, wie tief das geht. Und es ist so berührend, wenn ich es lese. Danke fürs Teilen. 💙
      Ich finde ehrlich gesagt im Moment keine Worte, die ich Dir darauf antworten kann. Bewege es immer noch in meinem Herzen. Und schreibe nochmal, wenn ich sicher bin, was ich Dir darauf sagen möchte. Deshalb das erstmal.
      Alles Liebe

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      • Kira schreibt:

        Eines vorneweg – „Jammern auf hohem Niveau“ – nein. Kommt bei mir nicht so an. Eher so, dass da viel Kummer ist und Sehnsucht. Vor allem, weil Du so mit den Erfahrungen Deiner Freundin konfrontiert bist, siehst, wie „einfach“ es gehen kann.
        Ein paar Dinge haben mich zum Nachdenken gebracht beim Lesen…
        Du spürst Gottes Nähe, ein unglaubliches Geschenk. Interessant war für mich dabei besonders, wie Du beschreibst, was geschah, als Du trotz Warnung eine falsche Entscheidung getroffen hast… „diese Nähe war über Jahre weg.“ Im Umkehrschluss – wenn sie da ist, läuft grundsätzlich etwas richtig zwischen Dir und Gott…?
        Sie scheint ein wesentlicher Bestandteil Deiner Kommunikation mit Gott zu sein. Wenn er Dich spüren lässt – ich bin bei dir – und Du aus dieser Nähe heraus agierst, scheinen die Dinge, die Du tust, schon mal grundlegend in die richtige Richtung zu gehen.
        Ich weiß zu wenig von Dir, bitte verzeih, wenn ich irgendwie oberlehrerhaft rüberkomme, ich versuche einfach nur, meine Gedanken zu Deinem Text in Form zu bringen, in der Hoffnung, dass vielleicht was Nützliches dabei ist. Ich weiß, dass ich letztlich keine Ahnung habe von Deiner Situation und dementsprechend völlig daneben liegen kann.
        Also, wenn Du diese Nähe vielleicht als Zeichen nimmst, wenn Du Dinge entscheidest? So, wie Deine Freundin es in klaren Worten bekommt? Vielleicht braucht sie diese Klarheit mehr als Du, vielleicht passt sie zu ihr besser, zu ihrer Person, ihrem Leben? Vielleicht kannst Du aus dieser Nähe heraus überlegen, was Du, beruflich, privat, im Alltag, wo auch immer, machen kannst/möchtest – und dann darauf vertrauen, dass Gott Dich bremst, wenn Du total daneben liegst? Wie er es ja bereits schon einmal deutlich machte, siehe: „…und ich wurde deutlich gewarnt“. Wenn Du also mehr Deinen eigenen Gedanken, was zu tun wäre vertraust? Am Beispiel Deiner Freundin- sie bekommt die klare Ansage, jemanden anzusprechen und erlebt, wie Gutes daraus entsteht. Du hast so eine Ansage nicht…aber vielleicht kannst Du auch ohne diese etwas tun, musst gar nicht darauf warten? Und wenn Du fragst – was – das, was Dir in den Sinn kommt, spontan, oder das, was Du Dir nach reiflicher Überlegung vornimmst, ganz egal. Und wenn Du spürst, Gott ist bei Dir, dann ausprobieren und sehen, wo es hinführt? Du hast soviel Vertrauen in Gott. ( Dein Zeugnis ist sehr stark und lässt mich ganz, ganz klein werden, wenn ich es lese) Und vielleicht hat Gott ja auch ganz viel Vertrauen in Dich, dass er Dir Mut machen möchte, jetzt vorerst ohne deutliche Ansagen Dinge zu sagen und zu tun, die Dir auf dem Herzen liegen? Und dass jeder seine Talente hat, mit denen Gott arbeitet…was kommt Dir in den Sinn, wenn Du das für Dich fokussierst? Was ich in dem Zusammenhang sehr spannend finde: „…sie braucht mich, um die Stimmen zu unterscheiden.“ DAS ist für mich eine sehr wichtige Gabe, und Du hast das mal eben so nebenbei erwähnt…auch etwas, was man weiterdenken kann. Wie und wo so etwas gebraucht wird.
        Wie gesagt – ich habe zu wenig Kenntnis von Deiner Situation, von den schlimmen Jahren. Da ist so viel Leid…und nichts liegt mir ferner als das zu relativieren! Meine Überlegungen sind nur als Idee gedacht, um diese Durststrecke, die Du beschreibst, vielleicht etwas erträglicher machen können. Sie können auch total balla sein.
        Du hast Dein Senfkorn Hoffnung bekommen, dass sich etwas ändern wird. Ich hoffe mit Dir und bete dafür, dass es wächst. Das es sichtbar wird. Aus tiefstem Herzen.
        lg

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      • Strandläufer schreibt:

        Liebe Kira,

        vorweg: „Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.“ Nicht ein Satz davon ist balla. 😉 Ich musste als ich Deine Antwort las, auch an Bithya denken, die an anderer Stelle sinngemäß schrieb: „…wenn ich da drin stecke, dann kriege ich das nicht mit..“ Gestern ging mir das so als ich Deine Antwort las, da sind ganze Kronleuchter aufgegangen und ich dachte, egal wie simpel etwas ist, wenn Du es nicht siehst, siehst Du es nicht.

        Deine Antwort war genau richtig, sie kam zur richtigen Zeit und Gott hat Dich darin wunderbar geführt. Ich kann das gar nicht wiedergeben, aber Satz für Satz hat getroffen. Es war wie wenn mir der Schleier von den Augen genommen würde. Ich weiß auch gar nicht wie Du darauf kommst, dass Du oberlehrerhaft rüberkommen könntest. Gott konnte durch Dich, mich nicht nur erinnern, ich fühlte mich durch und durch abgeholt, in Liebe gehüllt und konnte die Korrektur darin, derer Du vielleicht gar nicht bewusst bist – weiß ich nicht ;-), annehmen. Etwas beschämt, aber viel mehr ermutigt. Du hast alles richtig gemacht und ich hoffe dass Du darin auch Gottes Bestätigung für Dich erkennen kannst.

        Ich bin, auch wenn sich das anders liest, in mancher Hinsicht ziemlich selbstunsicher, es ist eigentlich logisch dass ich dann genau an der Baustelle herausgefordert bin um mehr Selbstsicherheit zu erhalten. Und dann ist mir aufgegangen, ich hatte Jahre, im Schutz der Gemeinde, eine Gabe ausgeübt, da hörte ich nämlich Gottes Stimme sehr gut, allerdings in Bezug auf andere Menschen, nicht was mein eigenes Leben betraf. Damals konnte ich das gut annehmen, weil ich erkannte dass ich mich nicht um mich sorgen sollte. Wenn ich mich um Gottes Angelegenheit kümmere, kümmert er sich selbstverständlich um mich. Nicht dass dann etwa alles auf einmal gut geworden wäre, noch lange nicht, aber ich sollte in der Erwartung und in der Hoffnung leben, dass Gott es gut machen würde.

        Jedenfalls erfüllte es mich, wenn ich Menschen ermutigen und bestätigen durfte, tatsächlich musste ich sie aber auch ermahnen und dabei ging es hauptsächlich um Leiterschaft. Interessant war auch, dass die Leitung selbst, ohne mein Zutun, genau dies erkannte, dass ich einen Blick dafür hätte was schief läuft in Leiterschaften, als es sie aber selbst betraf, wollte sie nicht hören. Das war nicht das Schlimmste, sondern dass diese Gemeinde sich spaltete und am Ende nicht mehr viel davon übrig blieb, dabei waren die Anfänge vielversprechend, Liebe und Hilfsbereitschaft waren keine Fremdwörter in dieser Gemeinde. Das zog sich aber durch viele Gemeinden in Deutschland zu dieser Zeit. Jedenfalls erinnerte ich mich gestern daran und war sofort getröstet.

        Nun schreibe ich etwas, von dem ich glaube, dass es nicht nur mich betrifft, sondern wir darin alle wachsam sein sollten. Gott ermutigte viele Menschen; wenn ich für sie betete, hatte ich wirklich ganz konkrete Eindrücke, Bilder und wir waren oft erstaunt darüber wie Gott in Sekunden Menschen erreichte mit einem richtigen Wort, wie die Liebe Gottes tiefliegende Verletzungen heilte. Daran teilhaben zu dürfen, war wirklich sehr schön und ich dachte, genau so wünscht sich Gott dies. Kein Urteilen, sondern dem anderen dienen, Gott zur Verfügung stehen und ihn machen lassen. Hinterher wusste ich meist nur einen Bruchteil von dem was Gott gesagt oder gewirkt hatte. Da dachte ich so bei mir: „So ist es richtig. Gott beschämt keinen Menschen und es ist gut wenn ich mich nicht daran erinnere.“

        Aber einmal passierte mir ein gravierender Fehler. Vor uns stand ein Mädchen, ich schätzte sie auf 19 Jahre, die sich mit Okkultismus eingelassen hatte. Sie hat sich aber ganzen Herzens Gott zugewandt und wollte damit nichts mehr zu tun haben, sie ging bereits diesen Weg. Als ich für sie betete, sah ich wie sie auf dem richtigen Weg zu Gott hin, von einem Seil, das um ihre Hüften geschlungen war, festgehalten wurde. Am anderen Ende hielt Satan sie fest (auch wenn ihr nicht daran glaubt, war es so) ich konnte ihn nicht sehen, aber ich kannte ihn selbst gut genug um zu wissen wer sie da hielt. Sie kam nicht weiter und blickte zurück. Das aber sollte sie nicht tun, das wusste ich. Aber ich zog eine falsche Schlussfolgerung daraus. Ich erzählte ihr von meinem Eindruck und fragte sie danach was sie noch fest hielt? Ob sie eine Antwort darauf hätte, weshalb sie zurück blickte? Sie war wirklich verzweifelt, weil ihr nichts einfiel: „Ich habe Gott doch mein ganzes Herz Gott gegeben, da ist nichts was ich zurück halte..“ Ich war so erschrocken von dieser Reaktion, weil ich sofort erkannte, dass ich einen Fehler begangen hatte. Ich sagte ihr, sie solle es sofort vergessen und dass ich mich wohl geirrt hatte. Doch mir war klar, dass ihr das nicht gelingen würde. Ich war am Boden zerstört und habe das bis heute nicht vergessen. Selbstverständlich habe ich hinterher Gott darum gebeten, meinen Fehler zu korrigieren. Sie war angereist, ich kannte sie nicht und heute würde ich völlig anders reagieren. Aber damals war ich auch noch sehr jung.

        Was nun war falsch? Dieses Bild war nicht für ihre Ohren bestimmt, sondern für mich. Es war ein Gebetsauftrag. Es ist natürlich dass man zurückblickt, wenn man spürt dass einen etwas gebunden hält, man will wissen, was das ist und wie man es los wird. Die Lösung liegt aber nicht darin zurück zu blicken, sondern auf Gott zu blicken, ER wird mit jeder Situation fertig, nicht wir und er sagt uns zur richtigen Zeit, wie wir handeln können. Im Grunde habe ich genau das Gegenteil von dem erreicht was ich erreichen wollte: ‚Sie hat bei sich selbst begonnen zu grübeln, was denn nicht richtig mit ihr sei?‘ Ich habe sie in Selbstzweifel gestürzt, anstatt ihr Gottes bedingungslose Liebe zu versichern. Das habe ich dann zwar auch noch getan, aber es konnte nicht mehr ihr Herz erreichen.

        Ich war voller Schuldgefühle, die Ältesten hatten auch versagt, denn sie nahmen meinen Kummer nicht ernst genug und beschwichtigten. Sie rieten mir Gott zu vertrauen und es ihm zu überlassen, sie hatten wirklich auch null Durchblick in dem Moment.

        Nun kommt aber der beinahe noch größere Fehler: „Dies trug ich Jahre mit mir rum mit der inneren Haltung, dass ich so nicht mehr dienen wollte, wenn mir dabei ein so schwerwiegender Fehler unterlaufen konnte.“ Dass ich einen jungen Menschen so in innere Not gebracht hatte, konnte ich mir nicht verzeihen.

        Vergessen waren alle diese Menschen, die ich ermutigen durfte, denen ich Gottes Liebe nahe bringen konnte. Dieser eine Fehltritt, diese eine Ohnmacht, hat ausgreicht um mich in größte Selbstzweifel zu stürzen. Zwei Fliegen mit einer Klatsche. Keine Sorge, heute habe ich keine so große Angst mehr vor Fehlern, Fehler sind menschlich und heute wüsste ich anders damit umzugehen. Ich würde nicht mehr panisch reagieren, sondern wüsste dass ich Gott in der Situation um Hilfe bitten und auch erwarten darf, dass Gott meine Fehler korrigiert – sofort – mit mir. Heute weiß ich, dass Gott es ein Leichtes gewesen wäre, sie an diesem Tag von diesem Seil zu befreien und sie hätte das dann auch gewusst. Aber so sind wir Menschen, ein Fehltritt, eine Verletzung, eine Niederlage und prompt ist all das Gute vergessen. Dieses Eine wird groß, übergroß und alles andere schrumpft… so weit, dass wir sogar glauben, Gott kann da nichts mehr machen.

        Schon wieder abeschweift.

        Sobald uns etwas bewusst ist, kann es uns entweder zur Stärke werden, oder sollte es negativ sein, dann wird dem die Macht genommen. Bithya und Du, ihr habt ein Talent euere innersten Gedanken in Worte zu fassen. Ihr könnt ausdrücken was andere auch unbewusst empfinden und dadurch die Einsamkeit des Einzelnen nehmen.

        Zu wissen, dass man nicht alleine ist mit seinen Gedanken und Gefühlen ist unbeschreiblich wichtig, weil darin Gottes Führungen deutlich werden. Wir sind zwar einzelne Perönlichkeiten, aber wir gehören alle zu einer Familie. Wir sind nicht alleine. Gott sorgt dafür, dass wir die Hilfe erhalten, die wir nötig haben, manchmal direkt, oft aber indem er uns eine Schwester oder einen Bruder schickt.

        „Dein Zeugnis ist sehr stark und lässt mich ganz, ganz klein werden, wenn ich es lese“

        Das ist das Einzige dass ich nicht ganz so gerne gelesen habe. Ich ahne wie Du es meinst und es ehrt Dich auch, aber mein Zeugnis soll Dich erheben, denn nichts von dem was ich erlebe ist exclusiv. Wenn Du dabei klein wirst, dann bete ich zu Gott, dass Du bei diesem Gefühl nicht bleibst, sondern Deinen Vater darum bittest, dass das was Dich so fühlen lässt von Gott ausgefüllt wird. Dass Dich dieses: „Wow!“ stärkt, anspornt, in Erwartung bringt. Gott will viel mehr geben. Ich kenne die Gefahr und Bithya hat mal einen guten Beitrag dazu geschrieben wie man Gott „missbrauchen“ kann.. – es wurde sehr deutlich, was sie damit meint. Aber so wie es Anmaßung gibt, gibt es auch falsche Zurückhaltung, die sich hinter Bescheidenheit tarnt. Bitte nicht missverstehen, ich möchte DICH damit nicht angreifen. Solche Gedanken betreffen JEDEN von uns, das ist gar nicht immer so einfach voneinander zu unterscheiden.

        Wenn wir uns klein fühlen und das kenne ich nur zu gut, dann hilft es mir tatsächlich, dass ich lese was Jesus über Gott, den Vater sagt, was er über seine Liebe zu uns sagt, was er darüber sagt, was er uns alles schenken will und wir dürfen nicht nur, wir sollen annehmen.

        Ich wünsche euch und uns allen, dass wir immer mehr dahinter kommen, wie sehr wir geliebt sind, unabhängig wie besch.. die Umstände sind – das waren sie von jeher. Ich bete, dass wir in der Erkenntnis wachsen, vielmehr noch in der Weisheit, aber vor allem, dass wir aus Gottes Liebe schöpfen. Gott hilft uns dabei, er lässt uns nicht im Stich und er erwartet nichts von uns, was wir nicht leisten können, sondern er ist die Leistung.

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      • Strandläufer schreibt:

        Muss ein P.S. einfügen:

        „Aber so wie es Anmaßung gibt, gibt es auch falsche Zurückhaltung, die sich hinter Bescheidenheit tarnt. Bitte nicht missverstehen, ich möchte DICH damit nicht angreifen. Solche Gedanken betreffen JEDEN von uns, das ist gar nicht immer so einfach voneinander zu unterscheiden.“

        Mir ist gerade bewusst geworden, dass DU damit nicht gemeinst bist, tatsächlich habe ich dabei an eine bestimmte Person gedacht und es dann verallgemeinert, sorry für die Übertragung.

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  2. Kira schreibt:

    Ja. Sowas geht. 💙
    Was Du mit Deinem Glauben durchgemacht hast…es ist so heftig. Kann vieles, vieles nachvollziehen. Diese Freude. Dieser Enthusiasmus. Diese Gewissheit, wirklich ernsthaft was reißen zu können. Für Gott. Für die Menschen, die er so sehr liebt. Und dann die Bruchlandung, die nahezu alles zerstört. Und man fragt sich, ob man für den Rest seines Lebens damit beschäftigt sein wird, die Scherben aufzusammeln…
    Der Gedanke, mit Betroffenen von geistlichem Missbrauch zu arbeiten – der ist echt schön.
    Ein Stück weit machst Du ja schon etwas in der Richtung, hier mit Deinem Blog. Klar, das ist persönlich, zielt auch nicht in die Richtung, die Du Dir mit Deinem Traum vorstellst. Was ich sagen will, ist: es passiert etwas, auch und gerade da, wo Du es gar nicht bemerkst. Einer der Gründe, warum ich hier mitlese, ist, dass Gott durch viele Deiner Texte zu mir spricht. Oft merke ich es nicht einmal gleich. Dann bleibt nur ein Satz hängen, der mich umtreibt, nicht loslässt, und wenn ich dem nach gehe, komme ich auf Dinge, die ich gar nicht auf dem Plan hatte… Manchmal ist es Trost. Manchmal bekomme ich einen Hirnkrampf, weil es Themen anrührt, die ich neu durchdenken muss. Manchmal bekomme ich die Krise, weil es richtig weh tut und ich es gar nicht hören/fühlen will. Manchmal lerne ich was ganz Neues 😁 Ist alles dabei. Auch Heilung. Und praktisch gar nichts davon kommt bei Dir an. Passiert aber trotzdem. Vielleicht ist es ja mit anderen Dingen in Deinem Leben, die Du tust und sagst, genauso. Wäre zumindest eine Möglichkeit.
    Das ist das eine. Das andere: Du hast soviel durchgemacht und trotz allem Deinen Glauben bewahrt. Gott ist mit Dir mitgegangen. Er hat Dich nicht losgelassen. Er hat Dich nicht durch alles durchgebracht, um jetzt da stehen zu bleiben, wo Du jetzt bist. Das Bild, dass Du in Deine Bibel gemalt hast, die Art, wie es entstanden ist – vielleicht ist das ja mehr als nur eine Momentaufnahme. Du warst so beeindruckt, wie Gott aus einer völlig verfahrenen Sache etwas machen kann. Denke, dass es etwas ist, was Du als Hoffnung und Zuversicht für Dein Leben mit Gott an sich mit nehmen kannst – alles verschüttet und verlaufen – und daraus wachsen Blumen und ein wunderschöner Baum. Der Baum des Lebens. Deines Lebens. Ich glaube fest daran.
    Sailor Moon ist super 😃 Hab’s geliebt ❣
    lg

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    • bithya85 schreibt:

      Vielleicht hast du recht. Ich hab das Bild eben als ein schönes Erlebnis gesehen, aber eigentlich nicht mehr. Vielleicht ist es wirklich mehr als das, immerhin passt es ja einfach so zu Gott, aus „Mist Dünger zu machen“. Werde es im Kopf behalten. Liebe Grüße!

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  3. Kira schreibt:

    Mission und Evangelisation war schon immer ein schwieriges Thema für mich. Vielleicht war ich einfach nur ein lausiger Christ 😉 Es ging gar nicht so sehr um das was ich den Leuten gesagt habe…eher um das warum. Weil ich Gott so sehr liebte, dass ich gar nicht anders konnte, als von ihm zu reden? Weil er mein Leben so unglaublich verändert hatte? Nein und nein. (Ok, ich war definitiv ein lausiger Christ) Es war mehr, dass ich davon ausging, dass Gott es wollte…dass es wichtig und notwendig war, weil es darum ging, Menschen zu retten. Letztlich lief es immer auf die Hölle, das (ewige) verloren sein hinaus. Und damit kam ich noch nie klar.
    Andererseits hatte ich es oft als etwas Schönes und Wertvolles erlebt, wenn man über seinen Glauben spricht, ohne den anderen überzeugen zu wollen. Aus beiden Perspektiven – als Christ und als Atheist. Also das selbst ansprechen wie auch das angesprochen werden. Es ging dann letztlich darum, zu erzählen, bzw. zu hören, wie man Gott bei bestimmten Themen erlebt hat, oder was er zu bestimmten Dingen sagen könnte. Darum, die positiven Aspekte des Glaubens zu vermitteln, als etwas, was dem anderen helfen könnte, oder auch etwas, was ihm eine andere Sicht auf bestimmte Dinge vermittelt.
    Der Haken dabei ist, dass Jesus ja alles andere als weichgespült unterwegs war. Er hat sich ja nicht nur mit den Leuten aufn Kaffee hingesetzt um zu plaudern… Sondern schon klar vermittelt, was Sache ist. Tacheles geredet. Aus einer Notwendigkeit heraus. Deshalb will ich Mission an sich nicht als etwas grundsätzlich Falsches darstellen. Etwas ist dran. Nur das wie, die Art und Weise… Vielleicht auch das was. Was er möchte, dass man den Leuten erzählt.
    Ist jetzt nicht sehr hilfreich, sorry…ich denke nur mal laut sozusagen ^_^
    lg

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  4. Kira schreibt:

    Die Frage nach der Notwendigkeit von Evangelisation wird ja oft mit Matthäus 22,19 begründet. Wenn dieser Vers wichtig ist (gibt ja auch die Ansicht, dass es keines der originalen Jesusworte ist, aber sehen wir mal davon ab, das führt jetzt zu nichts), ist ja letztlich wie immer die Frage, was konkret darunter zu verstehen ist. Lehren…was hat Jesus denn gelehrt? Ich persönlich fand und finde das Liebesgebot, zusammengefasst in Matthäus 22,40 (das ganze Gesetz und die Propheten – kann also nicht so falsch damit liegen) ist DAS Gebot schlechthin. So habe ich Gott von jeher verstanden. Ohne dabei etwas relativieren zu wollen. Aber alles was man sagt und tut (oder lässt) muss sich an dem messen lassen. Und Liebe lehrt man nicht wie höhere Mathematik. Das muss man leben. Vielleicht ging es ja in erster Linie darum – die Gebote zu leben. Vorzuleben. Das Reden ergibt sich ja daraus. Und Taufe…ist vielleicht nicht die Formalität, wo dann darüber gestritten wird, ob es reicht, ein bisschen Wasser über den Kopf zu bekommen oder in die Isar zu springen. Vielleicht ging es Jesus ja eher um die Taufe im Heiligen Geist. Also diese Erneuerung, die Gott schaffen kann, wenn man sich auf ihn einlässt. Dieses Bewusstsein für das, was wichtig ist. Das kann man auch nicht einfach predigen.
    Vielleicht ist Mission ja ganz anders gedacht, als es häufig praktiziert wird. Vielleicht wird einfach zuviel geredet und zu wenig getan. Nicht, dass man schweigen sollte, das meine ich nicht. Sondern das reden aus dem tun heraus. Praktisch nicht Jesus predigen, sondern ihm nachfolgen, sowas in der Art.
    Weiß nicht, ob ich mich verständlich ausdrücken kann, ich finde gerade nicht die passenden Worte.

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  5. bithya85 schreibt:

    Leute, ihr seid so cool, ich bin echt sprachlos. Ich bin grade echt ein bisschen geplättet. Hab es schon ein paar mal bedauert, dass es kein Forum gibt wie Jesus.de extra für „Weiter-Denker“, denn auf Jesus.de möchte ich meine Gedanken nicht so gerne teilen. Aber was sich hier für ein Gespräch entwickelt, sowas hab ich selbst unter alten Freunden kaum erlebt. ❤

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    • Kira schreibt:

      Kann und möchte das genau so an Euch beide zurückgeben. Ihr wart einfach schneller 😁
      Ja, geplättet trifft es sehr gut. Dat hat hier nen Lauf bekommen, so wat hab ich noch nich erlebt. Wahnsinn! Danke für Eure Offenheit. Für Eure guten und klugen Gedanken und Ideen, Eure Unterstützung und Hilfe. Und danke für diesen wertschätzenden, liebevollen Umgang. Es ist einfach nur schön 💙

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  6. Strandläufer schreibt:

    Möchte speziell euch Beiden, Kira und Bithya ein herzliches DANKESCHÖN wissen lassen. Ich vergesse das noch viel zu oft, Danke für euren Mut zur Offenheit und Danke für eure Ermutigungen, dass das was ihr seht, nicht für euch behaltet und damit einander helft. Das ist wirklich großartig. 🙂 :-*

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  7. Strandläufer schreibt:

    Muss es hier anfügen Bithya, oben geht nicht mehr auf Deine Antwort. Ja, das klingt logisch für mich, das Beispiel. Kompliment zu dem Fass dass Du da aufgemacht hast 😀 da ist viel Nachdenkenswertes enthalten in Deinem Beitrag und den Kommentaren. Gut gemacht! 😉

    „Nur, dass ihr vielleicht andere Gaben und daraus auch andere „Baustellen“ habt. Vielleicht.“
    Hatte ich so verstanden, einen anderen Gedankengang hätte ich Dir – im positiven Sinne – auch gar nicht zugetraut. 🙂

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    • Kira schreibt:

      Bin sehr dankbar, dass Dir meine Worte was Gutes gebracht haben 💙
      Und was die „…falsche Zurückhaltung, die sich hinter Bescheidenheit tarnt..“ betrifft – hab mich nicht angegriffen gefühlt, alles gut.
      Du hattest an jemand anderen gedacht…ich werde es trotzdem für mich mitnehmen und mal darüber nachdenken. Keine Sorge, ohne Stress. Wie Du sagst – es betrifft jeden von uns, lohnt sich auf jeden Fall, mal zu prüfen, ob was dran ist. Oft fällt einem selber sowas ja gar nicht auf.
      Bin jetzt echt überrascht, dass ich damit so entspannt bin und nicht gleich auf Abwehr schalte – DAS wäre eigentlich meine typische Reaktion gewesen. Hey, Gott hat da echt was in mir verändert, fällt mir gerade auf! Sehr cool 🙂

      „…was er über seine LIEBE zu uns sagt…“ „wir dürfen nicht nur, wir SOLLEN annehmen…“
      DAS hat mich getroffen. Nicht im negativen Sinne, nein. Das berührt ein grundlegendes Thema in meinem Leben, etwas, wo ich ums Verecken nicht weiter komme und Gott immer wieder die gleiche Frage stelle, die mich quält und zermürbt.
      Ich weiß noch nicht, was er mir konkret damit sagen möchte. Nur, DAS das in die Richtung einer Antwort geht. Vielleicht ist es die Antwort.
      Auf jeden Fall, danke, dass Du es gesagt hast. Für mich war das eine Art heilsamer Schock, weil Gott so klar und deutlich durch Deine Worte gesprochen hat. Und das, wo wir (er und ich) erst vor einigen Tagen eine ziemlich anstrengende Debatte zu dem Thema hatten…na ja, ICH habe debattiert 😉 Er hat nicht wirklich was gesagt. Bis jetzt.
      lg

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