Butterfly-Effekt

Vor einigen Jahren gab es einen Werbespot, der mich immer noch inspiriert: Du bist Deutschland. iuWXUW1T80

Ein Schmetterling kann einen Taifun auslösen. Der Windstoß, der durch seinen Flügelschlag verdrängt wird, entwurzelt vielleicht ein paar Kilometer weiter Bäume.

Das, was du tust, ist nicht egal. Du bist nicht egal. Du bist vielleicht nur einer, aber du weißt nie, wie du die Welt veränderst, einfach indem du so bist, wie du bist. Ich werde mal etwas konkreter: (Für die, die noch nicht so lange mitlesen: Ich ändere immer die Namen der Leute, die ich benenne, also nicht wundern. Auch im vorletzten Artikel, als es um Ostern ging.)

Danke Saria, dass du mir in der sechsten Klasse deine Freundschaft angeboten hast, als ich neu in die Schule gekommen bin und niemanden hatte. Du wusstest es sicher da nicht, aber ich hatte vorher keine Freunde gehabt, weil ich sehr schräge Dinge über mich gesagt bekommen habe und die übernommen habe. Und danke, dass du mich mitgenommen hast zur Jungschar, wo ich in einem geschützten Rahmen soziale Fähigkeiten einüben konnte. Und wo ich auf eine Weise von Gott hören konnte, wie es für mich in Ordnung war. Das hat meine Welt verändert. Ob ich sonst irgendwann mal einen Fuß in eine Kirche oder Gemeinde gesetzt hätte? Ich weiß nicht. Und was wäre wohl passiert, wenn ich nicht in einem so geschützten Raum wirklich grundlegende soziale Fähigkeiten üben konnte, die andere Kinder eigentlich viel, viel früher lernen? Ich will nicht wirklich drüber nachdenken. Und schön, dass wir heute wieder mehr Kontakt haben.

Und danke Ulla und Co, dass ich bei euch sozusagen die sozialen Fähigkeiten für Fortgeschrittene üben kann 😀 Ich lerne bei euch, zu diskutieren, manchmal zu streiten, zu hinterfragen und sich hinterfragen zu lassen und trotzdem den anderen als Christ ernst zu nehmen. Klingt nach einer Kleinigkeit? Nö, für mich gar nicht, denn das war leider etwas, das ich nicht konnte, weil ich es vorher nie gelernt habe. Und danke, dass ihr mich aushaltet/ausgehalten habt. Ich glaube, ihr wisst noch, wie ich am Anfang war, als ich auf euch losgelassen wurde, kleines, arrogantes Miststück 😀 . Ihr merkt nichts davon, dass ihr es mir beibringt? Tja, es ist aber trotzdem so. Deal with it. Und noch eine ganz wichtige Sache, die ich von euch gelernt hab: Früher dachte ich, ich müsste immer auf alles sofort eine Antwort haben.

Danke, Saphira. Du wirst das hier mit Sicherheit nicht lesen, so wie ich dich kenne, aber durch dich habe ich eine Dimension von Gott, vom Leben als Christ kennen gelernt, die ich mir vorher nie hätte träumen lassen. Naja, ich meine, es ist doch wirklich krass, dass einer wie Gott – hallo, GOTT!!! – mit mir reden will. Und dass ich tatsächlich lernen, üben kann, seine Stimme zu hören. Dass es heute noch Prophetie gibt. Für dich war es etwas ganz Normales, Alltägliches. Ich erinnere mich noch gut an dieses Die-Welt-steht-Kopf-Gefühl, als ich meine ersten Eindrücke hatte. Kann nicht mehr genau sagen, was es war, es war irgendwas mit einem Löwen und einem Lamm, aber schon alleine, dass… . Und mit jedem mal, wo ich solche Eindrücke hatte, wuchs die Faszination und sie wächst immer noch, obwohl der Kurs bei dir schon Jahre her ist. Für dich war es Alltag, ein ganz normaler Kurs in deiner Gemeinde, aber bei mir hat er einen Taifun ausgelöst.

Und danke Maren, dass du so eine Kämpferin bist. Durch dich lerne ich, dass auf Gott Verlass ist, dass er sich auch für die allerkleinsten Dinge in unserem Leben interessiert, nicht mit dem perfektionistisch erhobenen Zeigefinger, sondern einfach, weil er sich für uns interessiert. Deine Vergangenheit macht dein Leben als Christ noch authentischer, deine Spontanität steckt an und du motivierst mich dadurch, auch verrückte Sachen zu machen. Schon alleine, dass du meine schrägen Outfits und meine roten Haare magst. Ich glaube, bei dir kann ich gar nicht so die eine Sache nennen, die mich verändert, aber iuUKDN0SR2du bist für mich ein Vorbild, nicht, weil es deine Aufgabe wäre, aber einfach, weil du so bist, wie du bist.

Danke Kat. Dein Mut impo-niert mir. Auch, wenn ich manchmal versuche, dich zu bremsen, weil ich Angst habe, du könntest sonst nicht nur einen Taifun auslösen, sondern von ihm gegen Hausmauern geschmettert werden – ja, die Angst habe ich manchmal 😀 – imponiert mir dein Mut, zu lieben. Auch dann, wenn du weißt, dass du wahrscheinlich verletzt werden wirst. Auch dann, wenn du weißt, dass du nicht zurück geliebt werden wirst. Auch dann, wenn du keinen Grund dazu hast, liebst du die Menschen, die in deiner Umgebung sind. Ich kenne niemanden, der sich das traut. Ich erinnere mich noch, wie wir mal einen Bettler getroffen haben. Ich hätte ihn wohl gar nicht bemerkt, aber du warst innerlich so bewegt, dass du ihm einen Schein zugesteckt hast. Erst habe ich gemeint, er würde sich davon sicher Drogen kaufen, aber hinterher habe ich doch darüber nachgedacht. Ich möchte versuchen, davon zu lernen.

Und unbekannterweise danke an Mandy von GekreuzSiegt. Durch irgend einen Artikel, ich weiß nicht mehr, welchen, wurde ich auf Hossa-Talk aufmerksam. Danke mehr oder weniger unbekannterweise an Jay und Gofi, durch euch habe ich nicht nur gelernt, dass ich auch „blöde“ Fragen stellen darf, ohne dass Gott einen Blitz vom Himmel schickt, sondern durch euch habe ich auch Worthaus kennen gelernt. Und danke unbekannterweise Siggi Zimmer und Co, durch euch hab ich gelernt, dass Gott nicht nur meine „blöden“ Fragen beantwortet, sondern sie nicht mal blöd findet, sondern irgendwo auch solche Fragen von mir erwartet.

Leute, ihr seid cool. Und WEHE, einer von euch sagt noch mal, dass er egal sei und nichts ändern würde, dann komm ich vorbei! 😛

3 Gedanken zu “Butterfly-Effekt

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