Frage 1

Das ist der Beitrag von der Seite „Fragen :-)“. Es hatte technische Gründe dass es hier landet, habe keine andere Möglichkeit gesehen.

Frage 1: Warum glaubst du eigentlich?
Boah ey, wie soll ich diese Frage beantworten? Ich glaube, ich glaube, weil ich glauben will. Ich denke nicht, dass ich ausschließlich aus eigenem Antrieb glauben kann, da muss Gott schon ordentlich mithelfen. Andererseits denke ich nicht, dass ich nur deswegen glaube, weil Gott es so will. Ist ja auch eine Frage der Predistinationslehre, wo ich mir auch nicht sicher bin, was ich von ihr halten soll. Jedenfalls glaube ich, dass ich glaube, weil ich glauben will und weil Gott auch will, dass ich glaube. Eine lückenhafte Antwort auf eine für mich schwere Frage, die ich aber selbst in den Raum gestellt habe… hach, warum tue ich mir das eigentlich an? 😀

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11 Gedanken zu “Frage 1

  1. inselines schreibt:

    Das kann ich unterschreiben und ergänzend kann ich mich noch an den Artikel von Dir erinnern: „Wie Alice sich fühlt…“. Ich habe darauf geantwortet, gekürzt: „.. ich kann nicht nicht glauben, es ist eben diese Glaubensgewissheit, die man sich selbst nicht geben kann. ..“
    Ansonsten kann ich mich auch nur Phil Bosmans anschließen:

    Ich glaube an Gott, so wie ein Blinder an die Sonne glaubt,
    nicht weil er sie sieht, sondern weil er sie fühlt.

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  2. bithya85 schreibt:

    Dann ist es doch mehr als das Spüren der Sonne 🙂 Weil du weißt, dass die Sonne wieder kommt und nicht einfach weg ist.
    Ich glaube, das ist auch wirklich schwer auszudrücken, hab ich ja bei der Beantwortung der Frage oben selbst gemerkt. Ich weiß auch nicht, warum ich ausgerechnet diese Frage genommen habe 😀

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    • bithya85 schreibt:

      Hey Astrid, cool, dass du mitmachst. Freu mich echt.
      Bei mir ist es ja ähnlich, aber ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass ich mit meinem Glauben nichts zu tun habe, also dass es nur Gott ist, der es entscheidet. Das wäre für mich, als ob Gott mich – ich sags mal krass – wie eine Marionette benutzt. Andererseits glaube ich auch nicht, dass der Glaube bei mir eine völlig eigenständige, rationale Entscheidung ist. Es gehören ja auch in gewisser Weise Offenbarungen und Führungen dazu, gewisse Sachen, auf die ich keinen Einfluss habe etc.pp. Deswegen hab ich gesagt, dass bei mir sowohl Gottes Wille als auch meine Entscheidung dazu beigetragen haben. Nach meinem Stand der Erkenntnis 😉

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  3. Astrid schreibt:

    Ja, das ist spannend! (Da hast du ja auch gleich mal mit einer echten Hardcore-Frage angefangen. *g*)
    Wie ist das ist mit „meiner Entscheidung“ für Gott; mit meinem freien oder (nach good old Luther) eben in dieser Sache doch gerade unfreien Willen …?!
    Mein Stand der Erkenntnis heißt: Was den Grund meines Glaubens, was mein Gerettet-Sein angeht: 100% Gott, 0 % ich. Nicht: Gott ist 99 Schritte auf mich zugegangen und jetzt muss ich mit meiner Entscheidung nur noch den einen gehen. Nein, sondern ich denke: 100 Schritte Gott. Ich null. Komplette Gnade, kein eigener Verdienst.

    Klar sind damit noch viele Fragen offen und manche stellen sich dann erst so richtig. Warum hat Gott mir den Glauben geschenkt und anderen (noch) nicht? Wie(so) kann ich mir in der Evangelisationspredigt die Aufforderung zur Entscheidung anmaßen, wo doch Zum-Glauben-kommen nach dieser Sichtweise Totenauferweckung ist?! Und so weiter …
    Und genau so klar: In meinem Leben als Christin, in der Gestaltung meines Glaubenslebens gibt es dann schon Dinge, die ich entscheiden oder beeinflussen kann.

    Trotzdem halte ich (sofern du mich nicht noch anders überzeugst *g*) daran fest: dass unser Glaube reine (!) Gnade ist. Siggi Zimmer würde vielleicht sagen: Kein Grund zur Arroganz im „Club der Bekehrten“. Ich würde sagen: Viel Grund zur Dankbarkeit in der Familie der „geheiligten Sünder/innen“. 🙂

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    • bithya85 schreibt:

      Reine Gnade auf jeden Fall, ja. Da bin ich ganz bei dir. Aber ich sag mal so, wenn wir Gott jetzt sagen würden, nein, ich WILL aber nicht an dich glauben, dann würde er uns auch nicht zwingen. Insofern schon freier Wille, glaube ich. 🙂

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  4. Kathi Schoneveld schreibt:

    Hey! Du hattest mir auf meinen Kommentar im Hossa-Talk #49 geantwortet und den Blog erwähnt. Jetzt sitz ich im Bus und dachte mir ich google einfach mal ganz frech und guck, ob ich den Blog unter deinem Usernamen finde.

    Ich find das hier sehr spannend, dein Experiment und denke, ich will auch mal die Fragen beantworten. Würde mich auch über ne schöne Diskussion freuen. 🙂

    Warum glaube ich? Also, es lässt mich halt nicht los. Ich habe Angst vorm Nichtglauben, Angst in eine nihilistische Depression zu verfallen, wo dann alles keinen Sinn mehr macht und ich mich auch gleich umbringen könnte. Ich war schonmal an dem Punkt, wo ich dachte, das Leben ist doch im Grunde genommen beschissen und tot sein wäre eine Erleichterung. Und genau da am Tiefpunkt – da war ich 12 Jahre alt, wurde in der Schule gemobbt, mein Vater war psychotisch und depressiv, meine Mutter hat auch viel geweint, meine „beste“ Freundin war ständig sehr gemein zu mir und hat mir ein Gefühl von Wertlosigkeit vermittelt – da hab ich dann plötzlich gemerkt, dass ich nicht allein bin.

    Und dieses Nichtalleinsein begleitet mich seitdem. Und eine Hoffnung auf Besserung, und es ist auch besser geworden. Ich möchte in Beziehung mit Gott leben und ihn nicht fortstoßen.

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    • bithya85 schreibt:

      Hey Kathi, schön dich zu lesen 🙂
      Ja, ich weiß, was du meinst. Ich muss zugeben, dass das auch bei mir mit reinspielt. Ich fürchte, es wäre ein furchtbar trostloses Leben ohne Gott. Ich will es mir einfach nicht vorstellen. Habe wie du Mobbingerfahrungen und eine – ich sag mal, herausfordernde Familiengeschichte, das macht sehr viel mit einem Kind. Daher bin ich Gott echt dankbar, dass er mich aus meiner Hoffnungslosigkeit geholt hat.
      Liebe Grüße.

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