#NichtDeinOpfer!

Terroranschläge überall…

Rechtsruck weltweit…

Leute, die sich einbilden, sie könnten die Welt in zwei Sätzen erklären…

Die Doomsday-Clock steht aktuell bei 2 1/2 Minuten! Nur einmal stand sie niedriger. (Bei 2 Minuten 1953)…

Der IS wütet immer noch rum…

IMG_0204.JPGVerdammt nochmal ihr Wichser, ICH HABE KEINE ANGST VOR EUCH! Bildet euch bloß nicht ein, ihr könntet mich einfach so einschüchtern. Alles, was ihr Mimimis schafft ist, dass ich mein Leben genießen will! Kleine, dumme Rotzgören! Ich habe weder Angst vor fremden Leuten, nur weil sie anders aussehen als ich (BTW: die meisten Leute sehen anders aus als ich) noch stehe ich auf abgedrehte Verschwörungstheorien a la „Die Regierung will uns alle zu Moslems machen weil… ja, warum eigentlich? Vielleicht weil es ihnen Spaß macht?“ oder „Die Welt wird vom Teufel regiert… obwohl Jesus alle Macht gegeben ist, aber die Welt wird trotzdem vom Teufel regiert!“ Ja ne, is klar. Ich glaube weder, dass der IS die Weltherrschaft erringen wird (die hatten auch schon bessere Zeiten gesehen) noch, dass Einzeltäter – und wenn ich mich richtig erinnere hatten wir hier noch keine islamistischen Anschläge, die mehr waren als die durchgeknallte Tat eines Einzelnen – die Gesellschaft zum Einsturz bringen können. Don’t feed the Troll.

Ich kann mich noch daran erinnern als die Sache mit dem 11. September passiert ist. Ich war damals 16. Ja, da hatte ich Angst. Ich habe so wenig damit gerechnet wie alle anderen in meinem Alter. Und wahrscheinlich auch so wenig wie alle anderen. Ich habe damals schon ziemlich politisch und global gedacht und habe versucht, es in meinem Tagebuch zu beschreiben, konnte es aber nicht und habe nur ein Bild davon gemalt. Und ja, da war ich in den folgenden Wochen bei jedem seltsamen Geräusch zusammen gezuckt. Zugegeben.

Aber jetzt nicht mehr. Schon lange nicht mehr. Ja, ich weiß, dass es jederzeit passieren kann. Aber vielleicht ist es genau dieses Wissen, das mir die Angst nimmt. Denn was bringt es, wenn ich Angst habe? Letztes Jahr gab es eine Terrorwarnung in meineryoda1 unmittelbaren Nachbarschaft, vielleicht 100 bis 200 Meter Luftlinie von meiner Wohnung entfernt. Soll ich mich deswegen in einem Bunker verkriechen? Genau das ist es doch, was die Ultrarechten wollen. Dass ich mich fürchte. Und was bewirkt das? RICHTIG!

Es mag sein, dass ich an manchen Tagen Muffensausen habe. Wenn ich mich darüber informiere, wie die Rechten aufgestellt sind und was man wissen sollte, um ihnen etwas entgegen zu halten. Wer da „mitmachen“ möchte, ich hab hier gehört: Podcast Emergent und einiges hiervon: Remix-Podcast. Aber dieses Muffensausen geht schnell vorbei. Einen Tag später ist es spätestens wieder weg. Ich will mich nämlich davon nicht lenken lassen. Ich will weder den Rechten noch den Islamisten zuspielen.

Wovor ich allerdings null Komma null Angst habe sind Terroranschläge. Die machen mich nur traurig und sauer. Wenn ich höre, was in Schweden passiert ist mit dem LKW, eigentlich fast dasselbe wie hier Ende letzten Jahres auf dem Weihnachtsmarkt, ein psychisch gestörter Typ, der durchdreht und in eine Menschenmenge fährt (ehrlich gesagt, die letzten Tage habe ich nicht so viel Nachrichten gesehen, aber es würde mich nicht wundern, wenn das ein Einzeltäter war, aber natürlich versetzt es viele Leute in Angst und Schrecken.) und dann die Tage in Ägypten, im Ernst, die Typen sind doch völlig durch und hinüber. Ok, ich weiß, dass das nicht der beste Ausdruck ist um Terroristen zu beschreiben, aber hast du vielleicht einen Besseren? Ich nicht. Aber ich muss ehrlich sagen, Angst habe ich deswegen nicht.

Warum nicht? Naja, erstens weil es wie gesagt nichts bringt, Angst zu haben. Und zweitens weil die Wahrscheinlichkeit, bei einem Terrorangriff zu Schaden zu kommen in etwa so gering ist, wie von einem Blitz getroffen zu werden. Rein rechnerisch gesehen. Zum Beispiel letztes Jahr sind bei Anschlägen in Deutschland 17 Menschen gestorben – die Attentäter nicht mitgezählt. Und im Durchschnitt sterben pro Jahr 10 Leute hier durch Blitzeinschlag. Also: Wer hat Angst vor’m bösen Mann?

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Ein Gedanke zu “#NichtDeinOpfer!

  1. Patrick Rabe schreibt:

    Bob Dylan meint dazu:

    I will not go down under the ground
    „cause somebody tells me that death’s comin‘ ‚round
    an‘ i will not carry myself down to die
    when i go to my grave my head will be high,
    let me die in my footsteps
    before i go down under the ground.
    There’s been rumors of war and wars that have been
    the meaning of the life has been lost in the wind
    and some people thinkin‘ that the end is close by
    „stead of learnin‘ to live they are learning to die.
    let me die in my footsteps
    before i go down under the ground.
    I don’t know if i’m smart but i think i can see
    when someone is pullin‘ the wool over me
    and if this war comes and death’s all around
    let me die on this land ‚fore i die underground.
    let me die in my footsteps
    before i go down under the ground.
    There’s always been people that have to cause fear
    they’ve been talking of the war now for many long years
    i have read all their statements and i’ve not said a word
    but now lawd god, let my poor voice be heard.
    let me die in my footsteps
    before i go down under the ground.
    If i had rubies and riches and crowns
    i’d buy the whole world and change things around
    i’d throw all the guns and the tanks in the sea
    for they are mistakes of a past history.
    let me die in my footsteps
    before i go down under the ground.
    Let me drink from the waters where the mountain streams flood
    let me smell of wildflowers flow free through my blood
    let me sleep in your meadows with the green grassy leaves
    let me walk down the highway with my brother in peace.
    let me die in my footsteps
    before i go down under the ground.
    Go out in your country where the land meets the sun
    see the craters and the canyons where the waterfalls run
    nevada, new mexico, arizona, idaho
    let every state in this union seep in your souls.
    and you’ll die in your footsteps
    before you go down under the ground.

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