Das wars, 2016!

So merk ich mir das vergangene Jahr:2016.png

2 mal Selbstmord mitbekommen
0 mal gefeuert worden
1 mal eine Geburt erlebt
6 mal unterschiedliche Gemeinden besucht.

Alles klar? Nein? Dann jetzt nochmal im Detail:

Januar 2016. Das fing schon scheiße an. Direkt am Anfang. Silvester in Köln. Nein, ich war nicht dabei. Aber ich war eine von denen, die im Umfeld bei all dem AfD-Fangirl(und -boy)-Gehabe auf der Seite der Flüchtlinge steht und die Klappe aufmacht, wenn jemand rassistische Sprüche bringt. Und ich kann Pegida nicht ab!!! So, und nun das. Ich hab nur gedacht, nein, nein, nein, bitte, bitte lass es keine Flüchtlinge gewesen sein!

Es waren Flüchtlinge. FUCK! Schön, jetzt immer zu hören „Pegida hatte doch recht, jetzt kann nur noch die AfD helfen.“ DRAUF GESCHISSEN, OB PEGIDA RECHT HATTE! Ich bleib dabei, dass, wer hier um Hilfe bittet, sie auch bekommen sollte!

thies.jpgFebruar 2016. Ich hab einen Pfarrer gesehen, der im Thalar im Gottesdienst Schlagzeug spielt. Ein göttlicher Anblick! 😀

Außerdem hab ich mich einmal als Jugendreferentin beworben und mir aktiv vorgestellt, wie es wäre. Ich hab zur Vorbereitung, falls es klappen sollte, mich ins Ehrenamt geschmissen und teilweise acht Stunden am Tag geschafft. (Das konnte ich, weil ich nur stundenweise gearbeitet habe.) Es hat echt großen Spaß gemacht und ich habe gemerkt, dass ich mehr kann als ich dachte. Schön 🙂

März 2016: Norbert Blüm hat mich sehr beeindruckt, als er freiwillig nach Idomeni gegangen ist, um mit den Flüchtlingen zu leben. Nicht nur, dass wir hier uns so überhaupt erst vorstellen konnten, wie es für diese Menschen sein muss, da zu vegetieren. Es hat mich auch an Jesus erinnert, wie er Mensch wurde und mit uns lebte, obwohl er es nicht hätte tun müssen.

Und ich hab über Erdogan gelacht, wie der sich über dieses Lied aufgeregt hat: Erdowie, erdowo, erdowann. Und das Beste an der ganzen Sache war ja, wenn er das Ganze schön ignoriert hätte, dann hätte sicher kaum einer davon erfahren. Das nenn ich mal nen epic fail! 😀

April 2016: Mein Blog geht an den Start, weil ich denke, ich muss noch ein bisschen mehr mit meiner Zeit machen und es gibt einiges, worüber ich schreiben muss. Den Start hat der erste Selbstmord dieses Jahr gemacht. Creedemo.jpgpy :‘-(

Außerdem war ich auf ner Demo gegen Rechtsextremismus. Endlich hatte ich das Gefühl, etwas tun zu können und nicht nur immer zu denken, man müsste eigentlich mal etwas sagen… eigentlich. Außerdem macht sowohl das Bloggen als auch das Demonstrieren Spaß. Auch, wenn ich mir bei Letzterem den Hintern abgefroren hab.

Mai 2016: Ich war auf einem Treffen von der Regionalgruppe von Footsharing. Das war echt interessant, aber mehr als ab und zu beim Fairteiler vorbeizuschauen und auf Facebook die Meldungen zu teilen hat sich nicht ergeben. War trotzdem froh, hingegangen zu sein.

Außerdem hat sich bei unserem Mädchenklub, wo ich seit Jahren mitarbeite, die Leiterin verabschiedet. Seit dem… bin nur noch ich da und eine Freundin, die aber nur jedes zweite mal kann, wenn überhaupt. Tja… auch wieder etwas, wo ich dachte, ich wusste gar nicht, dass ich das packen kann. Verstärkung haben wir gesucht, aber keine gefunden.

Juni 2016: Ich hab mich so fremdgeschämt für Gauland mit seiner Behauptung, man wolle jemanden wie Jerome nicht in der Nachbarschaft haben. Es war sooooo peinlich! Und sowas von einem Politiker. Ok, ich weiß, dass Politiker nicht immer gleich kompetent ist, aber DAS übertrifft wirklich alles.

Außerdem hab ich meine Reihe über geistlichen Missbrauch angefangen. Da fällt mir ein, dass ich die noch zu Ende bringen sollte, es ist ja nicht mehr viel. Vielleicht noch zwei Kapitel? Es war echt auch für mich sehr interessant im Sinne von lehrreich. Ich verstehe so auch viele Dynamiken in Gemeinden besser, obwohl ich sie nicht sofort missbräuchlich nennen will. Aber schon zu verstehen, wie Gedankenmanipulation im Lobpreis funktioniert erklärt mir ein wenig die Aversion, die ich in manchen Settings bei Lobpreis habe.

Juli 2016: Ein großes Thema für mich war Die Rolle der Frauen in christlichen Kreisen, unter Anderem durch den Hossa Talk zu dem Thema. Außerdem hab ich ein cooles Video dazu gefunden, was dem Ganzen mal so ein bisschen den Spiegel vorhält:-D Zum Video

Ach ja, und ich hab echt einen Schreck bekommen, als ich vom Millitärputsch in der Türkei gehört habe. Aber kurz danach war ja anscheinend alles wieder in Ordnung?! Das Seltsame nur, dass der Einzige, der da letztendlich einen Vorteil von hatte, unser lieber, kleiner Freund mit dem Nena-Cover-Song ist… ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

thY5E6PYZIAugust 2016: Ich glaub, ich muss nicht viel mehr schreiben als Mindfuck! Das ist da nämlich gewesen: Der Angriff auf die hochschwangere Kat und der zweite Selbstmord dieses Jahr. Ich denke, ich brauche dazu auch nicht mehr viel zu schreiben, ich hab in den entsprechenden Posts genug dazu geschrieben.

Außerdem hab ich, wie tausend andere diesen Sommer Pokemon gespielt. Es war lustig. Ich war oft draußen und hatte die Stadt erkundet. Ich muss ehrlich sagen, dass ich die Idee von Pokemon Go nach wie vor toll finde, auch als Pädagogin. Die Leute kommen raus und bewegen sich, lernen ihre Umgebung kennen, schließen neue Kontakte… ist doch super.

September 2016: Mein kleiner Freund erblickt das Licht der Welt! ❤ Er ist toll! Ein echter Sunnyboy und eines der süßesten Kinder, die ich kenne. Hier mehr 🙂 Ehrlich gesagt war es auch für mich das erste mal, dass ich das so erlebt habe. Ich meine, ich war eine der ersten, die wussten, dass der Kleine kommen würde und dann ihn als Neugeborenen zu sehen war echt was Besonderes. Ein bisschen wie, wenn man endlich jemanden kennen lernt, von dem man schon so viel gehört hat.

Oktober 2016: Ich hab eine neue Stelle angefangen. Leider darf ich darüber nichts schreiben, auch nichts über Einrichtung und Kollegen, weil man mich darum gebeten hat. Es gibt aber mehr Grund, sich für mich zu freuen als sich Sorgen um mich zu machen.

Dann waren Maren und ich auf der Lesung über Gofi Müllers Roman 🙂 War echt gut. Ein paar Wochen später war er mit Jay nochmal in der Gegend für einen Hossa Talk, wir waren wieder da. Hehe, Fangirls 😀 Wie auch immer, war gut.

Bänderriss.jpgNovember 2016: War geprägt von einer Sache: Ich räum ein bisschen in der Wohnung auf, will ein Tablett auf den Schrank legen, komme aber nicht dran. Ich springe hoch, komme falsch auf und zack, lag ich da. Letztendliche Diagnose: Dreifacher Bänderriss, ein Band ist angerissen und der Rest wohl gezerrt. Buäääääärg! Scheiße, hat das weg getan. Am schlimmsten war es immer, wenn ich aufstehen wollte, weil ich was trinken musste oder das Kühlkissen wechseln musste. Wenn das Blut ins Bein schießt, das tat RICHTIG weh! Außerdem musste ich schon drei Wochen auf der Arbeit fehlen. Das war mir sooo unangenehm. Und das bei meinem Hintergrund, was dachte ich da wohl? Nur gut, dass ich jetzt mit anderen Leuten arbeite als damals.

Dezember 2016: So viel war eigentlich gar nicht im Dezember, jedenfalls nichts, was ich schreiben möchte oder darf. Es war Weihnachtszeit, die mag ich sowieso gerne. Das Doofe dieses Jahr war nur, dass ich sie nicht so genießen konnte, mit Weihnachtsmärkten und so, denn an Krücken ist es nicht so schön.

Soviel zu letztem Jahr. Nodda, hau rein, bis denne und bis dahin viel Spaß. Und liebe Grüße von Bithya, die froh ist, diesen Post fertig zu haben 😀

 

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