Buchvorstellung 1: Was viele erlebt haben und keiner wahr haben wollte

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Statistiken besagen, dass große Zahlen von Christen, die Jesus als ihren persönlichen Herrn und Erlöser kennen gelernt haben, heute nicht mehr in offiziellen Gemeinden organisiert sind. Eine Tatsache, die es ernst zu nehmen gilt und die wir nicht einfach mit der viel zu kurz greifenden Stigmatisierung „mangelnde Verbindlichkeit“ vom Tisch fegen dürfen. Viele von ihnen haben den Missbrauch im frommen Gewand handfest erlebt. Manche von ihnen sind trotz allem fest entschlossen, ihr Leben mit Jesus außerhalb „offiziellen“ Gemeindelebens weiterzuführen. Andere jedoch sind zu verletzt, um weiter als Christen leben zu wollen.
Der Titel des Buches, auf das ich vor ein paar Jahren stieß, berührte mich sehr und schien für mich eine Sehnsucht auszudrücken, die ich auf dem Herzen unseres Gottes spüre: „Gebt mir meine Gemeinde zurück!“ Jesus Christus ist den schweren Weg nach Golgatha gegangen, damit den Menschen wahre Freiheit, ein Leben in Liebe zu Gott und Wertschätzung untereinander ermöglicht wird. Er ging diesen Weg nicht, um sie in neue Gefangenschaft zu bringen.
Gottes Herz schlägt für jeden Verwundeten auf dieser Erde, und ganz besonders für die, die „in seinem Namen“ unter religiösen Vorzeichen bedrängt, verbogen, beschuldigt, verklagt, bedroht, beraubt und verletzt wurden… für die die gute Nachricht des Evangeliums zu einer schlechten wurde.
(Tempelmann 2007, S.11)

Das ist aus dem Vorwort und für mich spiegelt dieses Zitat die Wichtigkeit wieder, sich mit geistlichem Missbrauch auseinander zu setzen. Die Gemeinde sollte ein Zuhause für Christen sein, ein geschützter Ort, wo sie sich entwickeln können, Fehler machen und Erfolge feiern können. Keine Kaserne, in der gedrillt wird. Wir sind in der „Welt“ eh schon als verkorkst, verstockt, heuchlerisch und zwanghaft verschrien und das Schlimmste daran: Es stimmt sogar oft. Nein, das ist nicht das Schlimmste daran. Das Allerschlimmste daran ist, dass wir es einfach als Beweis ansehen, dass die Welt eben böse ist anstatt uns mal um den Balken in unserem Auge zu kümmern.

Kapitel 1: Definition

Hier legt Frau Tempelmann die Grundlage, um überhaupt über ein solches Thema sprechen zu können, das noch nicht sehr lange unter diesem Begriff bekannt ist. Sie beschreibt, was geistlicher Missbrauch ist und was es nicht ist.

Exkurs: Grenzen (S16-17)

Wir kennen alle physische Grenzen wie Landesgrenzen oder Gartenzäune: Hier hört dein Bereich auf und meiner fängt an. Und meinen Bereich schütze ich und ohne meine Zustimmung darfst du nicht in meinen Bereich kommen. Hier ist mein Hoheitsgebiet. Auch emotionale und sexuelle Grenzen kennt man. Es gehört zu den schlimmsten und entwürdigendsten Erfahrungen, wenn sie verletzt werden.

Es gibt aber auch geistliche Grenzen:

  1. Jeder Mensch hat als Geschöpf Gottes ein von Ihm zugedachtes Hoheitsgebiet und persönliche Verantwortung. Dieser Bereich darf nicht ohne Weiteres von anderen ignoriert werden.
  2. Dasselbe gilt für Christen in Gemeinden. Auch hier müssen diese Grenzen beachtet werden. Es geht nicht, dass sich Leute in das Privatleben anderer einmischen ohne wirklich guten Grund oder Menschen bestimmten Personen in geistlicher Verantwortung das Leben und Arbeiten unnötig schwer machen, weil sie sich nicht einordnen können/wollen. (Das find ich schwierig. Immerhin benutzen Missbraucher gerne grade diese „Unterordnungsgeschichte“ für ihre Taten. Die Gemeindemitglieder müssen sich unterordnen und alles tun, was der Führer will. Daher finde ich es schwierig zu sagen, wo gesunde Unterordnung anfängt und aufhört. Über Hinweise und Kommentare wäre ich echt froh, weil ich es sehr schwer unterscheiden kann.)

Das Problem des Missbrauchs im spirituellen Kontext besteht schon seit tausenden von Jahren. Glaub es oder nicht, die Bibel kennt das Phänomen. Es wird in Hesekiel 34 beschrieben und Jesus kritisiert es extrem scharf in Matth. 23. (Meiner Meinung nach richtet sich das 3. Gebot auch explizit an geistliche Missbraucher, denn wie kann man Gottes Namen mehr pervertieren als durch solche Aktionen?) Auch in der Kirchengeschichte gab es immer wieder Missbrauch, siehe Kreuzzüge, Ablass, Inquisition. Und so auch heute in verschiedenen Gemeinden, Familien und Situationen.


Geistlicher Missbrauch findet immer inmitten eines geistlichen Umfeldes statt und wird meist dadurch so schwer durchschaubar weil er fromm aussieht und „im Namen Gottes“ gelebt wird. Außerdem führt er bei Betroffenen zu Verwundungen in ihrem geistlichen Leben, was den emotionalen und körperlichen Bereich jedoch in der Regel mitbetrifft. (S.14-15)

Opfer kann im Grunde jeder werden.

 Definition und Annäherung: Was geistlicher Missbrauch ist

Missbrauch (allgemein) geschieht immer dann, wenn ein Mensch einen anderen Menschen dazu benutzt, eigene Bedürfnisse zu befriedigen, ohne dafür das bewusste, freie, entwicklungsangemessene Einverständnis des anderen zu haben. Er bedient sich dabei eines vorhandenen Machtgefälles und vernachlässigt damit verbundene Fürsorgepflichten gegenüber dem anderen.
(Dr. Rolf Senst, Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, DE’IGNIS-Klinik, zitiert auf S. 18)

Nach dieser Definition folgen mehrere Erklärungsversuche für speziell geistlichen Missbrauch von verschiedenen Autoren. Dabei kommt unter Anderem heraus:

  • Geistlicher Missbrauch will selten verletzen. Oft sind die Täter extrem narzisstisch oder darauf fixiert, Gottes Willen zu tun, dass sie nicht mehr mitbekommen, was um sie herum vorgeht.
  • Sie begründen ihr Tun und ihre Stellung auf die Bibel, sie sehen sich selbst als Auserwählte, als Hirten oder Propheten, die halt tun müssen, was sie tun.
  • Dabei hinterlassen sie ihre Opfer emotional abgeschnitten von der heilenden Liebe Gottes. Wenn der Missbrauch nicht aufgearbeitet wird, wird das Opfer vielleicht nie mehr Gott vertrauen können, denn es projiziert das Erlebte auf Gott. („Gott ist so wie mein alter Leiter!“) Es wird sogar von religiöser Vergewaltigung geredet.
  • In manchen geistlichen Systemen (Gemeinden, Familien, Hauskreisen…) zählen die Meinungen, Gefühle und Bedürfnisse der einzelnen nicht. Was alleine zählt ist die Ansicht des Leiters.
  • Den geistlichen Weg eines anderen versuchen zu kontrollieren ist missbräuchlich. Beispielsweise, ihn in eine Entwicklungsphase hineinzudrängen, wenn er noch gar nicht so weit ist. Oder ihn zwanghaft in einer Entwicklungsphase zu halten, über die er schon hinaus gewachsen ist.
  • Das geschieht entweder übergriffig, indem das Opfer es einfach übergestülpt bekommt oder wurde so manipuliert, dass es dem Ganzen zustimmt.
  • Der oft auf Irrlehrer bezogene Text über die Wölfe in Mk 7, 13-23 bezieht sich auch auf Menschen, die ihre Verantwortung innerhalb der Gemeinde missbrauchen, um ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.

Abgrenzung: Was geistlicher Missbrauch nicht ist

Man muss aber auch sagen, dass nicht alles, was auf den ersten Blick nach Missbrauch aussieht, auch Missbrauch ist. Wenn man das vergisst, kann der Begriff inflationär gebraucht werden und so mehr schaden als nutzen.

Beispielsweise gibt es das Phänomen der Übertragung:

Menschen sehen in einer Person plötzlich Dinge, die Erfahrungen aus ihrer Vergangenheit emotional so wachrufen, dass sie das Gefühl haben, die gegenwärtige Begegnung sei wieder ganz genau so wie damals. Diese Tatsache ist ihnen jedoch nicht bewusst. Sie übertragen das gute und ungute Erleben der Vergangenheit auf die gegenwärtig anwesende Person, was je nach Art der Übertragung sehr problematisch werden kann. (S. 24)

Man reagiert auf eine Art und Weise, als sei das Gegenüber eine völlig andere Person, die man aus der eigenen Vergangenheit kennt und wundert sich, dass sie anders reagiert als man erwartet. Deswegen sollte, bevor vorschnell von Missbrauch geredet wird, ein Realitäts-Check gemacht werden: Was ist hier real? Ist es tatsächlich ein Problem in dieser Situation oder wird einfach ein altes Erleben übertragen?

Beispiel: Die neue Hauskreisleiterin hat kurze, blonde Haare genau wie die Mutter und benutzt auch dasselbe Deo. Jetzt muss sie auch genauso ticken wie die Mutter. Aber sie hat eine ganz andere Art, die Dinge zu sehen. Das irritiert manchmal gewaltig. Wenn sie jetzt nicht so liebevoll ist wie die leibliche Mutter ist das noch lange kein Missbrauch.

Außerdem kann es zu Konflikten kommen.

Konflikte und Meinungsverschiedenheiten sind auch nicht missbräuchlich. Sie sind ganz normal, wenn unterschiedliche Menschen zusammen kommen. Es wäre eher verdächtig, wenn es keine gibt. Allerdings müssen auch Konfrontationen, Kritik, Konflikte und Diskussionen in gegenseitigem Respekt geschehen.

Verletzte verletzen

Es ist besonders für die Leute gefährlich, die schon Opfer wurden und vielleicht noch nie eine gesunde Gemeinde kennen gelernt haben. Durch den Missbrauch ändert sich die Wahrnehmung und die Haltungen der Person und wenn die Verletzungen noch nicht in der Tiefe geheilt sind können sie wie Waffen wirken. So können aus Opfern Täter werden, die ihrerseits wieder andere verletzen, wenn nicht sogar missbrauchen. Das geschieht dann aus Selbstschutz, um Ähnliches nie, nie, nie wieder zu erleben. Gebranntes Kind scheut das Feuer. Oder weil man es nicht anders kennt.

Meine Meinung zu dem bisher gelesenen:

Sehr interessant, sehr wichtig. Gut gefällt mir die Leidenschaft und Professionalität, die von Seiten der Autorin rüber kommt. Es fällt nicht schwer, sich auf das Thema einzulassen und bisher glaube ich auch nicht, dass es Betroffene zu stark triggert. Es animiert, sich auch selbst zu reflektieren. An welchen Punkten in Vergangenheit und Gegenwart war/bin ich selbst übergriffig oder sogar missbräuchlich? Und was kann ich im Auge behalten, um das Risiko zukünftig zu verkleinern? Ein kleiner Kritikpunkt allerdings ist, dass ich glaube, man braucht schon ein gewisses Vorwissen, um es wirklich verstehen zu können. Zwar werden die meisten Fachbegriffe erklärt, aber das Tempo, das sie an den Tag legt, ist schon sehr zügig.

Hier geht’s weiter: Buchvorstellung 2: WWJD vs. Realität

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13 Gedanken zu “Buchvorstellung 1: Was viele erlebt haben und keiner wahr haben wollte

  1. Ehra schreibt:

    Geistlicher Missbrauch ist ein vielfältiges Thema. Ich denke, dass fast jeder, der schon mal in einer christlichen Gruppierung Mitglied war, schon geistlichen Missbrauch erlebt hat. Und ich glaube sogar, dass jeder, der sich in einer christlichen Gemeinschaft schon mal engagiert hat, selbst schon Opfer, sowie auch Täter war.

    Wenn man in eine Gemeinschaft neu hinzukommt, muss man zunächst meistens die Regeln erlernen, die dort gelten. Was auch eigentlich ganz hilfreich sein sollte. Da Menschen aber dazu neigen, sich selbst aufzuwerten, indem sie andere Menschen untergeordnet betrachten, gerät man oft ziemlich schnell in diese Schiene, dass man Dinge, die man selbst erlernt hat, anderen auferlegt. Wer also vorher schon da war und sich dort profiliert hat, der hat eine gewisse Machtposition. Man legt den anderen Menschen Regeln auf, die man selbst für richtig befunden hat. Und wenn dieser sich nicht der großen Masse anpassen kann, dann geschehen schon oft Situationen, in denen der gut meinende Nächste übergriffig wird. Weil Menschen eben keine Maschinen sind, die nach Gebrauchsanweisung leben müssen, sondern selbstständige Wesen, mit eigener Vergangenheit und Erfahrungen, die immer auch im Glaubensleben eine Rolle spielen.

    Lernen kann man da von Jesus, wenn man versucht zu erforschen, wie er sich an die jeweiligen Menschen heran gefragt hat, um diesen dann individuell zu helfen.

    Man kann das Thema „Missbrauch“ erarbeiten und versuchen umzusetzen. Aber ich denke, in menschlichen Gemeinschaften besteht immer mal wieder die Gefahr, dass man über die Grenzen der anderen geht. Darum ist das ein Thema, mit dem man wahrscheinlich immer wieder die aktuellen Situationen neu überarbeiten muss und bereit sein, seine eigene Meinung und Erfahrung aus der Sicht eines anderen Menschen anzuschauen und zu verändern.

    LG 🙂

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    • bithya85 schreibt:

      Hallo Ehra, ich wäre etwas vorsichtig, gleich von Missbrauch zu sprechen, wenn Menschen aneinander krachen, unterschiedliche Positionen und Wissensstände haben oder auch mal wenig feinfühlig sind. Das liegt in der menschlichen Natur. Und wie ich schon im Artikel geschrieben habe, nicht jeder Konflikt ist gleich ein Missbrauch und auch nicht jedes Unbehagen deutet auf Missbrauch hin. Ich finde es genauso gefährlich, einen so harten Begriff leichtfertig zu gebrauchen wie die Dinge, die tatsächlich missbräuchlich sind, nicht beim Namen zu nennen. Daher würde ich nicht sagen, dass jeder schon missbraucht wurde. Ja, wahrscheinlich hat jeder schon Schwierigkeiten gehabt, vielleicht Situationen erlebt, die grenzverletzend waren, das ist aber meines Erachtens noch kein Missbrauch. Ich bin auch erst am Anfang meiner Auseinandersetzung mit diesem Thema, aber bisher würde ich von Missbrauch sprechen, wenn ein wie auch immer geartetes System dahinter steckt. Wenn es keine punktuellen Momente sind, sondern es über einen längeren Zeitraum geht. Grenzverletzendes Verhalten habe ich natürlich auch schon erlebt, auch sehr harte Grenzverletzungen, trotzdem finde ich nicht, dass es Missbrauch war. Es war unreif und unweise, aber durchaus gut gemeint. Wir mussten uns aussprechen und danach war es wieder in Ordnung.
      Trotzdem danke für deinen Kommentar, auch wenn ich es anders sehe als du 🙂 Schönen Abend dir.

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  2. Ehra schreibt:

    Du hast Recht, Bithya – im Grunde denke ich da genauso wie du.

    Ich habe auch schon sehr dagegen gestimmt, wenn auf diese Weise von Missbrauch geredet wurde. Eigentlich wollte ich mit meinem Kommentar aussagen, dass der AUSLÖSER zum Missbrauch in ganz normalen Umgang miteinander liegen kann. Und zwar nicht einfach dann, wenn es einfach mal Meinungsverschiedenheiten gibt. Sondern wenn man seine eigene Meinung jemand anderem, als die einzig richtige, aufdrängen will und damit denjenigen unter Druck setzt.

    Einfach nur eine Meinungsverschiedenheit ist ganz normal zwischen Menschen. Ich war mir auch nicht bewußt, dass man das aus meinem Kommentar herauslesen könnte, wie du es anmerkst. Ich würde eher von Missbrauch reden, wenn man etwas als Missbrauch erklärt, wo man eine andere Meinung hat als der Gesprächspartner, um die eigene Meinung als absolut darzustellen.
    Wenn du meinen Kommentar so verstanden hast, dann wäre quasi ich der Missbraucher. Darum möchte ich dem vehement widersprechen.

    Das System zu Missbrauch entwickelt sich nur oft auf anfangs ganz harmlosen Meinungsverschiedenheiten. Da, wo man die eigenen Erfahrungen und Meinungsn auf andere übertragen will und nicht zulässt, dass es bei diesem anders ist, als die eigenen Erfahrungen zeigen und nicht wirklich passt. Je nachdem, wer dabei stärker ist oder in der besseren Position steht, übt dann Macht aus über andere und der Unterlegene übernimmt dann die Meinung, quasi zwangsläufig, um weiterhin dazu gehören zu dürfen – und muss darunter leiden, weil es eigentlich überhaupt nicht passt.

    Dir auch einen schönen Tag! 🙂

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    • bithya85 schreibt:

      Ok, dann hast du recht… so lange du derselben Meinung bist wie ich 😀 Spaß. Ne, dann haben wir uns wohl einfach missverstanden. Kann mir schon gut vorstellen, dass Meinungsverschiedenheiten, die nicht sein dürfen, ein Auslöser oder ein Symptom sein können. Ich hab deinen Kommentar auch nicht als Missbrauchsversuch verstanden, keine Angst 🙂 Schönen Abend noch.

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  3. inselines schreibt:

    Ich finde es gut dass ihr beide eure Positionen noch mal deutlich gemacht habt, denn ich empfand es ähnlich wie Bithya85 und war froh über die Ergänzung.
    Mir passiert das öfters, dass ich missverstanden werde, weil ich mich noch zu undeutlich ausdrücke, wenn dann eine Rückmeldung kommt, kann ich es oft richtig stellen.

    Ich bin knallhart darin Missbrauch beim Namen zu nennen und begehre aber auch auf, wenn etwas kein Missbrauch ist, einfach weil dadurch dem Thema geschadet wird. Wenn man mich fragen würde, was das aktuell größere Problem ist, dann das über Missbrauch noch viel zu wenig gesprochen wird. Es werden zwar Bücher geschrieben, die den Betroffenen helfen können, aber in Gemeinden sollte es dazu richtige Thementage geben. Das entspräche der Vielzahl der Opfer und dem Aufruf Jesus.

    Missbrauchsopfer muss Gelegenheit gegeben werden über Gespräche innerhalb der Gemeinde ihre Erfahrungen verarbeiten zu können. Sie brauchen umso mehr neue Erfahrungen der bedingungslosen Liebe, Wertschätzung und dem selbstverständlichen Respekt gegenüber ihrer Person. Meistens finden sie das aber außerhalb der Gemeinden. Mit-GEFÜHL und keine neutrale, distanzierte Haltung, weil man sich nicht die Hände schmutzig machen möchte.

    Danke Bithya85 dass Du das Thema aufgreifst. 🙂

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  4. Janus schreibt:

    Ich finde die Thematik bedenklich aufgearbeitet, da Glaube als Basis im Umgang mit „geistlichen“ Missbrauch dient. Schon der Begriff „geistlicher Missbrauch“ verschleiert m.E. einen Teil der Probleme. Geistlicher Missbrauch orientiert sich tendenziell an der Tätergruppe. Jedoch ist das, was als Missbrauch erlebt, physischer oder psychischer Natur – die Fachbegriffe in diesem Bereich wären vermutlich eher angebracht.

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    • bithya85 schreibt:

      Hallo Janus, geistlicher Missbrauch ist ein Unterbegriff von Missbrauch allgemein, es gibt ja, wie du schon sagst, verschiedene Arten von Missbrauch. Es ist eine Unterart von psychischem Missbrauch, es wird manipuliert, eingeschüchtert und die Persönlichkeit verändert. Wenn man das – und die anderen Folgen, die es nach sich zieht – bedenkt, kann man auf jeden Fall von Missbrauch sprechen. Wird es übrigens auch in Fachkreisen. Ich beziehe mich hier auf Tempelmann, es gibt aber noch andere Autoren, beispielsweise Johnson/VanVonderen und Baumann. Die legen teilweise andere Schwerpunkte und erklären die Thematik anders, vielleicht, wenn ich mal Zeit und Lust habe, kommt dazu auch noch etwas. Auf welche Autoren beziehst du dich, wenn du schreibst, Fachbegriffe findest du eher angebracht?

      Und außerdem habe ich noch einen Grund, warum ich persönlich auch von Missbrauch spreche: Der Begriff als Solcher lässt schon vermuten, dass es eine Perversion von etwas Gesundem ist. Miss-Brauch ist oft (nicht immer) eine perverse Version von gesundem Ge-Brauch. Denn nicht jeder Glaube ist schädlich. Es gibt viele, denen er hilft und gesund ausgeübt und vermittelt hat der Glaube gesundheitliche, soziale und emotionale Ressourcen, die auf keinen Fall unterschätzt werden sollten. (Werden sie in Fachkreisen auch i.d.R. nicht.) Daher sage ich auch bewusst, dass es geistlichen Missbrauch gibt, da sonst schnell alles in einen Topf geworfen wird, destruktive Glaubenssysteme nicht als solche enttarnt werden und mit gesunden Glaubenssystemen vermischt werden. Das fände ich sehr schade.

      Dass das Thema zu einem großen Teil mit dem Glauben selbst erklärt wird mag man kritisieren, das kann ich nachvollziehen. Es klingt wie, wenn man unbedingt im selben System bleiben will und sich nicht die Mühe macht, es von außen zu betrachten. Allerdings glaube ich, Frau Tempelmann hat das aus gutem Grund gemacht, weil sie weiß, dass das die Sprache ist, die die Betroffenen benutzen, „Opfer“ wie „Täter“. So kann sie leichter von ihnen verstanden werden und die Betroffenen haben es oft leichter, die Dynamik zu durchschauen. Denn ich weiß nicht, welche Erfahrung du genau hattest, aber in solchen Kreisen ist es sehr schwer, mit weltlichen oder psychologischen Argumenten zu kommen, da die ganz schnell als dämonisch angesehen werden und im besten Fall einfach ignoriert. Deswegen finde ich ihre Herangehensweise auch gut und habe sie in gewisser Weise übernommen. Wie würdest du an die Sache heran gehen?

      Liebe Grüße!

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      • Janus schreibt:

        Hi Bithya,
        klar ist es Missbrauch. Aber es ist kein „geistlicher“ Missbrauch, oder zumindest ist dies ein verschleiernder Begriff. Es findet Missbrauch statt: sexueller, mentaler, Ausbeutung, Manipulation,…

        Gerade spirituelle Missbrauchssituationen sind oft weniger geistlichen Thematiken sondern Machterhalt und anderen Intentionen zuzuordnen. Auch ist es mitunter ein strukturelles Problem, dass Missbrauch in einem geschlossenen System gefördert wird, siehe z.B. die Zeugen Jehovas mit einer 2-Zeugen-Regel.

        Im Mentalen Bereich kann man z.B. Hassans BITE-Modell nutzen, welches verschiedene Ebenen einer Manipulation definiert. Nur ein klares Adressieren von Missbrauch kann auch bei weiteren Schritten helfen. Denn der Missbrauch durch einen Geistlichen (eine Geistliche) ist m.E. keine eigenständige Form, es ist eine täterorientierte Betrachtungsweise einer Missbrauchssituation. Diese setzt sich in einer positiven Betrachtung von Missbrauch fort: „Geistlicher Missbrauch will selten verletzen.“ Dies liest sich fast wie ein „Sie wollte es doch auch.“ Ob das Opfer an gut gemeinter Gewalt oder schlecht gemeinter leidet, ändert grundsätzlich erst einmal nichts. Und Entschuldigungen für einen Missbrauch zu suchen, ich weiß nicht ob dies irgenwie hilft.

        Passend dazu als destruktives Merkmal: „Was alleine zählt ist die Ansicht des Leiters.“ – dies ist allen Religionen eigen, da jede Religion einen Leiter hat, welcher Regeln vorgibt. Sei es der Schreiber des Buches (Bibel, Koran,…), der irdische Führer (Papst,…)

        Auch finde ich im Titel den Begriff „fromme“ Gewalt verharmlosend. Die Bibel ist zwar tendenziell sehr gewaltaffin, jedoch versteht man heutzutage unter fromm sicherlich nichts, was zu dem Begriff Gewalt passt.

        In vielen destruktiven Systemen findet „geistiger“ Missbrauch durch Geistliche statt, jedoch sind einige der von ihr genannten Lösungsvorschläge eher für freikirchliche Scharmützel geeignet, denn für wirklich destruktive Systeme.

        In Punkt 8 deiner Betrachtung geht es dann mit einem Thema weiter, welches ich für einen normalen Leser bedenklich finde, da es ein Scheitern eines Eingreifens nicht erwähnt. „Zivilcourage ist nicht irgendwas Jenseitiges, was die ganz Tollen haben, sondern etwas ganz Praktisches, was jeder mit etwas Vorbereitung zeigen kann.“ Nein, das kann nicht jeder. Dies zu behaupten stempelt Opfer als Schwache ab. Beruflich hatte ich mit weicher und harter Deeskalation zu tun – und wenn man nicht trainiert, und ich rede hier nicht von einem Buch, ist es oft schwer passend zu agieren.
        „Aber ich glaube, teilweise kann man sie durchaus auf manche Missbrauchssituationen anwenden. Bitte guck jeweils, was passt und bleibe selber mit Gott in Kontakt.“ Nein, wie gesagt, kann man überhaupt nicht. Dies einem Opfer zu sagen, wäre mehr als fahrlässig. Als Atheist würde ich Gott eher weniger als Option betrachten. 😉

        Punkt 11 möchte ich dann gar nicht groß kritisieren, denn die Form der Aufarbeitung ist immer an „Glauben“ gebunden. Jedoch heilen viele und geben als Teil ihrer Heilung den Glauben auf. Diese Möglichkeit sollte man zulassen, gerade wenn man jemand helfen will. Ich durfte einige auf diesem Weg begleiten und viele haben ihre Freiheit erst dadurch gefunden, dass sie ein Leben ohne Gott führen. Andere heilen mit Gott, warum nicht. Aber die Wahl sollte jeder haben.

        Hast du zufällig „Freiheit des Geistes“ gelesen? Dies finde ich als Ansatz angenehmer und hilfreicher.

        VG
        Janus

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      • bithya85 schreibt:

        Du schreibst die ganze Zeit aus der Perspektive vom Betroffenen. Verstehe ich das richtig, dass du meine Texte liest und auf dich selber als Opfer beziehst? Dann möchte ich mich bei dir entschuldigen. Ich möchte dir damit nicht das Gefühl geben, du seist verantwortlich für das, was dir angetan wurde oder du seist irgendwie in einer Bringschuld.
        Das, was ich in dieser Reihe veröffentlicht habe soll in erster Linie aufklären. Ich möchte damit auf das Phänomen aufmerksam machen, das in vielen Gemeinden vorkommt, aber nicht gesehen wird. Scheuklappen vor den Augen. „Bei uns gibt es so etwas nicht.“ Und: „Was sollen die anderen denken?“
        Wenn du Schreckliches erlebt hast, dann darfst du natürlich wütend sein und Angst haben. Vor Allem darfst du auf dich schauen, was du brauchst und was nicht. Du bist nicht in der Pflicht, Zivilcourage zu zeigen, ich glaube sogar, dass man niemanden dazu zwingen kann, couragiert zu handeln. Wohl aber weiß ich durch meine Ausbildung und meine berufliche Tätigkeit, dass man es lernen kann. Was nicht bedeutet, dass jeder ein Held werden wird. Und wenn du sagst, dass ein Gott oder ein Glaube dir mehr schadet als hilft dann ist es so. Dann möchte ich dir auf keinen Fall etwas anderes einreden oder versuchen, dich zu missionieren. Das tue ich eh nur, wenn der andere das will.
        Es gibt aber auch Leute, die es anders erleben. Die diesen Missbrauch im Gemeindekontext oder in der Kirche oder wo auch immer erlebt haben, aber trotzdem nicht mit Gott und dem Glauben brechen können oder wollen. Das ist nicht bei allen so und meistens ein sehr langer, steiniger Weg, um einen gesunden Glauben zu finden, aber wenn es ihr Weg ist, sollten sie ihn auch gehen dürfen, ohne stigmatisiert zu werden. Du tust das nicht, das glaube ich dir. Aber andere sind nicht unbedingt zimperlich. Meine Wahrnehmung ist, dass dieser Weg, den Glauben im Heilungsprozess aufzugeben, an jeder Straßenecke angeboten wird. Aber was ist dann mit denen, die diesen Weg nicht gehen möchten und trotzdem heil werden wollen? Sie sollten es auch dürfen. Aber diese Möglichkeiten sind verdammt rar.

        Wo ich dir 100%ig zustimme ist, dass es ganze Systeme sind, die von Missbrauch befallen sind. Die eigentlich sich nur durch Missbrauch noch erhalten können. Das finde ich unheimlich grausam. Die Zeugen Jehovas sind da ja nur ein Beispiel, wenn auch ein ziemlich deutliches. Diese 2-Zeugen-Regel (berichtige mich, wenn ich es falsch verstanden habe, aber ist das nicht die, wo man sagt, erst, wenn es mehrere Augenzeugen einer Straftat gibt, darf man sie melden?) ist ja wohl ein klassisches Beispiel, wie faul, weltfremd und lebensfeindlich ein System sein kann. Und nicht nur das, ich gehe davon aus, dass dadurch auch, wenn es tatsächlich Augenzeugen für irgend etwas geben sollte, diese nicht immer aussagen würden, je nachdem, welchen Status der Täter in der Gruppe hat. Sowas wie „Der Soundso ist doch sonst immer so klug oder so opferbereit, der KANN das gar nicht so gemacht haben wie ich glaube, gesehen zu haben… da muss ich mich geirrt haben.“ Was das alles für Folgen nach sich zieht will ich mir gar nicht ausmalen.

        Das BITE-Modell kenn ich, ja. Wenn ich es richtig im Kopf habe, kommt es auch in einem der Texte vor, jedenfalls so ungefähr. Ausführlich müsste man wohl ganze Bücher schreiben. Nur, wo ich glaube, dass wir uns missverstanden haben ist, dass du schreibst: „Denn der Missbrauch durch einen Geistlichen (eine Geistliche) ist m.E. keine eigenständige Form, es ist eine täterorientierte Betrachtungsweise einer Missbrauchssituation.“ Nein, es geht nicht darum, dass ein Geistlicher missbraucht. Es geht darum, dass der Glaube genutzt wird, um zu missbrauchen. Das kann durch einen Geistlichen passieren, aber auch durch einen Familienvater oder durch einen Lehrer oder den Chef. Beispiel: Kennst du den Film Kreuzweg? Da missbraucht nicht nur der Priester, der eigentlich noch der Harmlose ist, viel mehr missbraucht die Mutter beispielsweise. Denn die setzt das Mädchen so unter Druck mit dem richtigen Glauben, dass es letztendlich stirbt. Wenn es tatsächlich einfach darum geht, dass Geistliche missbrauchen, dann sollte man dem wirklich keine eigene Kategorie geben, da bin ich bei dir. Wenn es aber darum geht, über das geistliche Leben eines Menschen ihn zu missbrauchen, dann kann man dem nicht nur eine neue Kategorie geben, dann muss man es sogar, denn so können die Betroffenen leichter beim Namen nennen, was mit ihnen passiert ist. Denn nicht alle dieser Betroffenen haben sexuelle oder körperliche Gewalt erlebt, und sind trotzdem schwer verletzt. Man sagt ja auch nicht, dass man sexuellen Missbrauch nicht so nennen soll, weil es eigentlich eine Mischung aus körperlichem und seelischem Missbrauch sei. Verstehst du, was ich meine?

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      • Janus schreibt:

        „Du schreibst die ganze Zeit aus der Perspektive vom Betroffenen. Verstehe ich das richtig, dass du meine Texte liest und auf dich selber als Opfer beziehst?“
        Wir hatten auf Reddit geschrieben. 😉 Ja, ich war Teil einer destruktiven Gruppen und in dieser als etwas in Richtung Diakon aktiv und bin im Bereich Ausstieg aktiv.
        „Ich möchte dir damit nicht das Gefühl geben, du seist verantwortlich für das, was dir angetan wurde oder du seist irgendwie in einer Bringschuld.“
        Hat damit nichts zu tun, ich bin für mich im Reinen. Übrigens, du gehst sehr schnell in die Defensive – ist interessant für das Thema Eingreifen und Deeskalieren.
        „Wenn du Schreckliches erlebt hast, dann darfst du natürlich wütend sein und Angst haben.“
        Wut, Angst, nein – warum und wovor? Ich betrachte nur Dinge kritisch, welche Aussteigern – egal in welchem Kontext – helfen sollen.
        „Du bist nicht in der Pflicht, Zivilcourage zu zeigen, ich glaube sogar, dass man niemanden dazu zwingen kann, couragiert zu handeln.“
        Ich schaue nicht unbedingt auf mich. Ich kenne Kollegen mit Trümmerbrüchen, ich kenne ausreichend Aussteiger aus destruktiven Gruppen. Und ich sehe, was die Aussage zu eigener Aktivität für sie bedeutet.
        „ Meine Wahrnehmung ist, dass dieser Weg, den Glauben im Heilungsprozess aufzugeben, an jeder Straßenecke angeboten wird.“
        Nicht unbedingt. Besonders das Buch scheint mir Heilung mit Religion zu verbinden, was ich grundsätzlich problematisch finde.
        „Sie sollten es auch dürfen. Aber diese Möglichkeiten sind verdammt rar.“
        Ähm, nein. Für viele gibt es mehr religiöse als offene Anlaufpunkte.
        „ Diese 2-Zeugen-Regel (berichtige mich, wenn ich es falsch verstanden habe, aber ist das nicht die, wo man sagt, erst, wenn es mehrere Augenzeugen einer Straftat gibt, darf man sie melden?) ist ja wohl ein klassisches Beispiel, wie faul, weltfremd und lebensfeindlich ein System sein kann.“
        Du liegst falsch. Mit 2 Zeugen wird es erst in der Gemeinde verfolgt. Eine Anzeige gehört nicht zu den Regularien, siehe die ARC.
        „Es geht darum, dass der Glaube genutzt wird, um zu missbrauchen.“
        Dazu sind jedoch einige Aussagen m.E. divergent.
        „Man sagt ja auch nicht, dass man sexuellen Missbrauch nicht so nennen soll, weil es eigentlich eine Mischung aus körperlichem und seelischem Missbrauch sei.“
        Dies wäre in deinem Beispiel aber einfach ein Beispiel von „geistlichen Missbrauch“ – und das passt nicht.

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  5. Bernd schreibt:

    Hallo! Du fragst nach der Unterordnung. Im Text hieß es aber Einordnung. Das ist ein Unterschied. Einordnung verstehe ich als „Die Gemeinde ist nicht dazu da, meine Vorstellungen von Gemeinde zu erfüllen. Ich bin ein Teil der Gemeinde und bringe mich ein, auch mit Änderungsvorschlägen“. Unterordnung bedeutet „Ich denke, fühle, lebe so, wie es mir gesagt wird“, was, wenn es reflektiert geschieht, noch kein Missbrauch ist. Wenn damit dumpfes Gehorchen gemeint ist, dann kann es geistlicher Missbrauch oder Diktatur sein.

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    • bithya85 schreibt:

      Deine Definition gefällt mir 🙂
      Ich habe grade noch mal nachgeschaut, im Buch schreibt sie „Grenzverletzungen in diesem Bereich entstehen, (…) wenn Menschen es Personen, die für bestimmte Dienstbereiche Verantwortung tragen, es schwer oder unmöglich machen, ihre Aufgabe auszufüllen. (Mangel an Ein- bzw. Unterordnung.)“ An sich sehe ich es inzwischen so, dass Einordnen oder auch gesundes Unterordnen (obwohl ich diesen Begriff wegen seines missbräuchlichen Potentials nicht mag) gemeint ist, wenn ich zB neu in einem Bereich mitarbeite, ich erst mal schaue, wie es allgemein gemacht wird und nicht sofort versuche, alles so zu gestalten, wie ich es mir vorstelle. Oder dass ich nicht mitten in einer Predigt nach vorne laufe, dem Sprecher das Mikro aus der Hand reiße und sage „Du kannst das nicht, lass mich mal machen!“ Also im Grunde wie du sagst, dass ich es aushalten kann, dass nicht alles nach meiner Pfeife geht.

      „Ich denke, fühle, lebe so, wie es mir gesagt wird“, was, wenn es reflektiert geschieht, noch kein Missbrauch ist.
      Meinst du nicht? Wenn mich jemand versucht, dazu zu bringen, zu denken und fühlen, wie er will, also meine Gedanken und Gefühle zu kontrollieren, finde ich das schon ziemlich missbräuchlich.
      LG

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